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Dortmund, 7. September 2007
Einrichtungsdiscounter POCO zeigt Anne-Frank-Schülern den ArbeitsalltagSchüler lernen in der Praxis, sich richtig zu bewerbenDortmund. Die 16-jährige Emilia schaut nervös den Mann in der roten Weste an, der ihr gegenüber sitzt und ihr Fragen nach Hobbys, Schulnoten und Zukunftsplanung stellt. Dutzende Augenpaare sind auf die Schülerin der Anne-Frank-Gesamtschule gerichtet und verfolgen den Ablauf des Bewerbungsgespräches, das, obwohl es simuliert ist, ziemlich authentisch wirkt.
In einer gemeinsamen Kooperation hat die Akademie des Einrichtungsdiscounters POCO, in der alle Mitarbeiter des deutschlandweit operierenden Unternehmens ausgebildet und geschult werden, zusammen mit der Anne-Frank-Gesamtschule ein ganz neues Modell der schulischen Berufsorientierung entwickelt. Die Aktivitäten umfassen dabei Lehrer und Schüler-Erlebnispraktika, praxisnahe Übungen sowie Bewerbungstrainings. Die Klasse 10.5 hat von der gesamten Jahrgangsstufe jetzt als erstes an dem Bewerbungstraining in der POCO Akademie in Dortmund teilgenommen. „Diese Maßnahme im Rahmen unseres Fachs `Berufsorientierende Maßnahmen` ist wichtig, um die reale Einstellungssituation auf Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite nachzuempfinden“, sagt Cornelia Hein-Behrens, Klassenlehrerin der 10.5.
Nach dem Gespräch ist Emilia sichtlich erleichtert – sie hat sich als Bewerberin für die Ausbildung zur Einzelhandelkauffrau gut verkauft. Nach ihr stellen sich noch drei weitere Schüler dem Interview mit Ingo Scheich, dem Personalleiter des Einrichtungsdiscounters POCO. „Wichtig ist, dass man als Bewerber ehrlich ist, aber trotzdem seine Interessen und Talente klar herausstellt“, fasst Ingo Scheich zusammen. „Nur nicht zu ängstlich sein, denn bei POCO wird keiner aufgefressen.“
Auch wenn die Rollenspiele bloß Übungen sind, bekommen die Schüler einen konkreten Eindruck von den Anforderungen, die POCO als ausbildendes Unternehmen stellt und den Möglichkeiten, die das Einzelhandelsunternehmen Schulabgängern bietet.
Noch während des Trainings fragt ein Schüler, ob man nach der Ausbildung als Lagerist auch von POCO übernommen würde. „Natürlich“, meint Martin Treptow von der POCO-Personalentwicklung, „wenn wir die Mitarbeiter ausbilden und die Zusammenarbeit klappt, wollen wir sie auch behalten.“ Eine sichere Arbeitsstelle ist für viele Schüler – das hat die Kooperation bereits gezeigt – eines ihrer wichtigsten Anliegen. Das Ausbildungskonzept von POCO, das einige der Schüler schon während eines Schnupperpraktikum kennen gelernt haben, überzeugt. „Viele haben ihre Bewerbung danach bei uns eingereicht“, sagt Cornelia Ache von der Personalabteilung.
Der Bedarf nach Nachwuchskräften bei POCO ist nach wie vor hoch und wird im Zuge der Expansion vorläufig auch nicht nachlassen. Die Anne-Frank-Schüler, die sich durch die Praxiserfahrung für POCO begeistern können, haben also gute Chancen, nach der Schule direkt in die Ausbildung zu wechseln. PDF-Download Foto 1
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