Biergläser
Das perfekte Bierglas für Genießer
Ob Pils, Helles, Weizen oder Kölsch: So unterschiedlich wie das Aroma der verschiedenen Biere, so groß ist die Vielfalt bei Biergläsern. Im passenden Modell mit oder ohne Stiel, in runder oder gerader Form genießen Sie den Geschmack Ihres Lieblingsbiers in Vollendung.
Inhaltsverzeichnis
- Warum das richtige Bierglas wichtig ist
- Welches Glas für welches Bier?
- Biergläser in anderen Ländern
- Welche Biergläser brauche ich?
- Tipps zur Reinigung von Biergläsern
- FAQ: Häufige Fragen zu Biergläsern
- Biergläser im POCO Onlineshop kaufen
Warum das richtige Bierglas wichtig ist
Gerstensaft aus der Flasche trinken? Bei einem Picknick oder beim Grillen ist das in Ordnung. Doch das passende Bierglas sorgt nicht nur für einen gepflegten Genuss – es sorgt dafür, dass sich der Geschmack perfekt entfaltet. Denn Bier ist bekanntlich nicht gleich Bier. Das Spektrum reicht vom herben Pils über das leichte Helle bis hin zu kräftig-malzigem Altbier. Neben dem Aroma beeinflussen die Glasform und -größe die Schaumbildung und wie lange das Getränk kalt bleibt.
Welches Glas für welches Bier?
Beim Bierglas unterscheidet man grob zwei Typen: gerade und bauchige Formen. Die geraden Ausführungen sind vor allem für helle, spritzige Biere gedacht. Bauchige Gläser bringen komplexe Aromen besser zur Geltung. Denn diese nehmen wir nicht mit der Zunge, sondern mit der Nase wahr. Hierfür ist es wichtig, dass sich die Aromen im Glas sammeln können. Dass bauchige Biergläser teilweise etwas an Wein- und Cognacgläser erinnern, ist also kein Zufall.
Mit nur zwei Arten von Gläsern wäre die Welt der Biere aber etwas langweilig. Und diese würden den verschiedenen spannenden Biersorten auch nicht gerecht. In den folgenden Abschnitten nehmen wir die vielfältigen Arten von Biergläsern für Sie unter die Lupe.
Der Willibecher – perfekt für Helles
Wahrscheinlich ist kein Bierglas in Deutschland öfter zu finden als der Willibecher. Erfunden wurde er 1954 von Willy Steinmeier. Aus diesem Grund gilt er als das deutsche Standardglas. Er dient traditionell als Glas für Helles, eignet sich aber ebenso für viele andere Biere. Die Form ist schlicht und funktional. Sie erinnert an einen Zylinder, ist jedoch oben etwas breiter und wird nach unten hin geringfügig schmaler. Das Fassungsvermögen des dünnwandigen Willibechers beträgt zwischen 0,25 und 0,5 l, wobei die Halbliter-Variante häufiger ist.
Das Weißbierglas oder Weizenbierglas
Das Weißbierglas fasst 0,5 l und zeichnet sich durch seine hohe und schlanke Form aus. Oben ist es am breitesten, nach unten hin zum dicken Boden wird es deutlich schmaler. Das sieht elegant aus – und hat praktische Gründe: Dank der taillierten Form lässt sich dieses Bierglas gut greifen und die Kohlensäure verflüchtigt sich nicht so schnell.
Übrigens: Das richtige Einschenken von Weißbier ist eine kleine Kunst. So funktioniert es:
- Spülen Sie das Bierglas (auch wenn es sauber ist) mit kaltem Wasser aus. Lassen Sie es nur abtropfen und trocknen Sie es nicht ab.
- Halten Sie das Glas im Winkel von 30 bis 45 Grad und füllen Sie es langsam mit Bier.
- Wenn das Glas zu zwei Dritteln voll ist, richten Sie es auf.
- Schwenken Sie die Bierflasche, um die Hefe aufzuwirbeln.
- Füllen Sie das restliche Weißbier in das Glas, während Sie es gerade halten.
Auf diese Weise entsteht eine ausgewogene Schaumkrone – nicht zu dick und nicht zu dünn.
Die Bierstange oder Kölschstange
Die Bierstange ist alternativ als Kölschstange bekannt und ein Muss für den Genuss der rheinländischen Spezialität. Sie weist eine fast perfekte Zylinderform auf, sodass sie an ein Longdrink-Glas erinnert. Mit nur 0,2 l Volumen ist dieses Bierglas recht klein. Aus gutem Grund: So bleibt Kölsch während des Trinkens kalt, frisch und spritzig. In größeren Gläsern würde während der Standzeit deutlich mehr Kohlensäure entweichen.
Das breite Becherglas für Altbier
Auch der Altbierbecher besitzt eine klare Zylinderform. Allerdings fällt er etwas breiter aus als die Kölschstange. Diese Form ist auf den kräftigeren, oft malzig-süßlichen Geschmack von Altbier abgestimmt. Durch die größere Öffnung kommt dieser besser zur Geltung. Und die Größe? Sie beträgt 0,2 l oder etwas mehr – denn Altbier enthalten wenig Kohlensäure und sollten nicht zu lange im Bierglas verweilen.
Der Bierkrug – traditionell und rustikal
Die wohl rustikalste Art des Genusses ist der Bierkrug. Der Sinn des Henkels besteht vor allem darin, das Getränk vor der Handwärme zu schützen. Auf diese Weise bleibt es länger kalt. Aus dem gleichen Grund sind Bierkrüge normalerweise recht dickwandig. Zwei Größen sind besonders weit verbreitet: 0,5 l und 1 l – in Bayern besser bekannt als „Halbe“ und als „Maß“. Die größere Variante ist das Standardglas für Helles in Biergärten und beim Oktoberfest.
Das Pilsglas für die perfekte Schaumkrone
Pils ist eines der beliebtesten Biere in Deutschland – und das Pilsglas eines der bekanntesten Biergläser. Auf einem kurzen Stiel ruht die stark bauchige Tulpe. Sie fasst typischerweise zwischen 0,3 l und 0,4 l. Nach oben verjüngt sich die Form leicht. Dieses Bierglas ist so designt, dass eine solide Schaumkrone entsteht. Außerdem kommt darin der herb-aromatische Geschmack wunderbar zur Geltung.
Tipp: Um Pils einzuschenken, brauchen Sie etwas Geduld. So machen es Profis:
- Spülen Sie das saubere Bierglas noch einmal mit kaltem Wasser aus und lassen Sie es abtropfen.
- Halten Sie das Glas im Winkel von 45 Grad und füllen Sie es vorsichtig bis zur Hälfte mit Bier.
- Stellen Sie das Glas ab und lassen Sie es ungefähr eine Minute ruhen. Während dieser Zeit bildet sich der erste Schaumansatz.
- Füllen Sie das restliche Pils langsam in das aufgerichtete Bierglas. Schäumt es versehentlich zu stark, setzen Sie zwischendurch ab.
Durch die Geschwindigkeit im letzten Schritt lässt sich die Dicke der Schaumkrone beeinflussen. Dass ein gutes Pils bis zu „sieben Minuten“ braucht, ist übrigens ein Mythos. Zu langsames Einschenken lässt zu viel Kohlensäure entweichen. Normalerweise sind drei Minuten ausreichend.
Der Bierpokal für Bierspezialitäten
Pilsglas oder Bierpokal? Die Formen ähneln sich, aber ein Bierpokal ist stärker geschwungen und eleganter. Er lässt sich im Notfall auch für Pils verwenden. Eigentlich ist er aber für Spezialitäten gedacht – wie sehr dunkle Schwarzbiere oder das ganz helle Pale Ale. Die Form des Bierpokals erinnert an einen Blütenkelch. Und folgerichtig bringt er den Duft und die Aromen des Biers wunderbar zum Vorschein.
Bierglas-Varianten für Craft-Beer
Der Trend zum Craft-Beer hält nun schon seit etlichen Jahren an und es ist kein Ende in Sicht. Für die im handwerklichen Maßstab gebrauten Erzeugnisse gibt es eigene Craft-Beer-Gläser. Zu den bekanntesten Varianten gehören Ausführungen, die an Rotweingläser erinnern. Sie besitzen einen langen Stiel, eine stark bauchige Form und einen eleganten Schwung zur Öffnung hin. Die Form macht klar: Hier steht das bewusste Genießen im Mittelpunkt.
Biergläser in anderen Ländern
Bier ist in vielen anderen Ländern ebenso beliebt wie in Deutschland. Eine ausgeprägte Tradition rund um das alkoholische Getränk haben vor allem Großbritannien, Belgien und Tschechien. Und in allen drei Ländern gibt es besondere Glasformen.
Britisches Pintglas
Seinen Namen verdankt dieses Bierglas für englische Ales & Co. der Maßeinheit „Pint“, die ungefähr 0,57 l entspricht. In der beliebten Untervariante „Nonic“ weist es eine schlichte, gedrungene Becherform auf – mit einer typischen Besonderheit: Im oberen Drittel befindet sich eine Ausbuchtung (englisch: „bump“). Dank dieses Details ist das Glas besonders sicher zu greifen. Es rutscht auch im feuchten Zustand nicht so leicht aus der Hand. Außerdem lassen sich dank der Ausbuchtung mehrere Gläser stapeln, ohne dass sie aneinanderhaften.
Belgischer Bierkelch
Belgien ist nicht nur für Pommes und Schokolade bekannt, sondern auch für ausgefallene Biere, beispielsweise traditionelle Trappistenbiere aus Klöstern und säuerliche Lambic-Biere. Letztere sind oft mit Fruchtaromen aufgepeppt – für deutsche Bierfans eine spannende Erfahrung. Ebenso einzigartig wie die Biertradition des Landes ist auch der belgische Bierkelch. Auf einem langen, robusten Stiel thront eine relativ niedrige Bierschale mit meist 0,33 l Fassungsvermögen.
Tschechischer Bierkrug
Der tschechische Bierkrug unterscheidet sich von der deutschen Spielart durch seine abgerundete Form. Typischerweise fasst dieses dickwandige Bierglas 0,5 l – wobei es sich meist um Pils handelt. Dies ist kein Wunder, denn die herbe Bierart stammt schließlich aus Tschechien. Genauer: aus Pilsen, der Stadt, der das Gebräu auch seinen Namen verdankt. Der Erfinder kam übrigens aus Bayern: ein Braumeister namens Josef Groll.
Welche Biergläser brauche ich?
Sie trinken selbst selten Bier, aber möchten Ihren Gästen das passende Glas anbieten? Es ist nicht ganz einfach, eine einheitliche „Standardausstattung“ zu empfehlen – vor allem wegen regionaler Unterschiede. Eine große Bandbreite an Bieren decken Sie beispielsweise mit diesen drei Gläsern im Haushalt ab:
- Willibecher – das Standardglas für Helles und ein Alleskönner für andere Biere von Lager über Export bis Altbier
- Pilsglas – der Spezialist für Pils, der sich jedoch ebenso für andere aromatische Varianten wie Craft-Biere eignet
- Weißbierglas – ein Muss, damit sich die Schaumkrone von hellen und dunklen Weizenbieren optimal entfaltet
Verstehen Sie dieses Dreier-Gespann aber nur als Vorschlag. Wer zum Beispiel in Köln wohnt, wird wahrscheinlich das Weißbierglas weglassen und es durch eine traditionelle Kölschstange ersetzen.
Tipps zur Reinigung von Biergläsern
Das richtige Bierglas ist der erste Schritt zum vollendeten Genuss. Aber ein zweiter, ebenso wichtiger Part darf nicht fehlen: die korrekte Reinigung des Bierglases. Hier lässt sich leicht etwas falsch machen. Im schlimmsten Fall schmeckt das Bier schal und die Schaumkrone fällt sofort in sich zusammen. Oder, umgekehrt, es schäumt übermäßig.
Dürfen Biergläser in die Spülmaschine?
Die meisten Biergläser sind spülmaschinenfest. Trotzdem spülen Kenner ihre Gläser mit der Hand. Aber warum? Das Problem stellt nicht der Reiniger im Geschirrspüler dar. Potenzielle Ärgernisse sind Rückstände vom Klarspüler sowie Fett, das von Tellern und Töpfen stammt. Selbst winzige Ablagerungen auf einem Bierglas stören manchmal die Schaumbildung.
Biergläser richtig mit der Hand spülen
Haben Sie es nicht eilig, empfehlen wir, Biergläser immer mit der Hand zu spülen. Am besten klappt das mit den folgenden Tipps:
- Spülen Sie das Bierglas am besten sofort ab, bevor Verschmutzungen antrocknen. Dann können Sie oft sogar auf Spülmittel verzichten – dies ist die beste Lösung. Sind Lippenstiftspuren auf dem Glas, geht es jedoch nicht ohne Spülmittel.
- Geben Sie das Glas zuerst in frisches lauwarmes Wasser. Reinigen Sie es mit einer sauberen Bürste oder einem Schwamm. Falls Sie Spülmittel verwenden: Bitte nehmen Sie keines mit rückfettender Wirkung, sondern ein herkömmliches. Noch besser sind spezielle schaumneutrale Gläserreiniger.
- Anschließend spülen Sie jedes Glas einzeln unter fließendem klarem Wasser nach. Das entfernt alle Rückstände.
- Lassen Sie das Bierglas mit der Öffnung nach unten abtropfen, am besten auf einer Unterlage mit Riffeln oder Lochung. Auf diese Weise kommt genügend Luft hin.
Falls Sie die Gläser abtrocknen möchten, verwenden Sie am besten ein Mikrofaser- oder Poliertuch für Gläser. Ein Geschirrtuch geht im Notfall – es sollte aber absolut sauber sein. Ein Exemplar, mit dem Sie bereits etliche Teller abgetrocknet haben, enthält oft leichte Fettspuren.
Zusätzlicher Tipp: In der Regel empfiehlt es sich, das Glas vor dem Einschenken noch einmal mit kaltem Wasser auszuspülen. Vor allem bei Pils, Lager, Export und Weißbier ist diese Maßnahme hilfreich. Das Wasser kühlt das Glas, sorgt für feineren Schaum und verhindert übermäßiges Schäumen. Ausnahmen bestätigen die Regel: Craft-Biere profitieren je nach Spielart von einem trockenen Glas.
FAQ: Häufige Fragen zu Biergläsern
Sie möchten noch mehr rund um Biergläser wissen? Hier beantworten wir die häufigsten Fragen.
Muss ich Biergläser vorkühlen?
Nein, ein Vorkühlen im Kühlschrank ist nicht erforderlich. Zu kalte Gläser sind eher problematisch, weil dadurch der Schaum oft schneller zusammenfällt. Zudem bildet sich an der Außenseite extrem kalter Gläser viel Kondenswasser.
Warum müssen Biergläser spülmittelfrei gespült werden?
Diese bekannte Faustregel stimmt nicht ganz. Spülmittel ist durchaus erlaubt – es dürfen aber keine Rückstände auf dem Bierglas bleiben. Stellen Sie das Glas deshalb nicht sofort zum Abtropfen auf, sondern spülen Sie es unter klarem fließendem Wasser nach. Außerdem ist es wichtig, keine rückfettenden Spülmittel zu verwenden. Am besten eignen sich spezielle Gläserreiniger, die auch in der Gastronomie zum Einsatz kommen.
Sind dick- oder dünnwandige Gläser besser?
Die Wandstärke allein ist kein Qualitätsmerkmal eines Bierglases. Was „besser“ ist, hängt vom Einsatzbereich ab. Dünnwandige Gläser wirken eleganter und bringen je nach Form die Aromen besser zur Geltung. Deswegen sind Pils- und Craft-Beer-Gläser relativ dünnwandig. Dickwandige Modelle isolieren besser gegen Wärme und sind robuster. Das beste Beispiel ist der klassische Maßkrug mit 1 l Volumen.
Warum sind meine Biergläser milchig?
Meistens sind Kalkrückstände die Ursache. Mit einem Spritzer Essig oder Essigessenz im Wasser gehen diese weg. Falls Sie ein Bierglas regelmäßig mit dem Geschirrspüler reinigen, kann es sich jedoch um Glaskorrosion handeln. Diese entsteht im Laufe der Zeit durch aggressive Reiniger in Verbindung mit hohen Temperaturen. Sie lässt sich normalerweise nicht mehr entfernen.
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