Winkelküchen
Die Winkelküche – Platzwunder in L-Form
Inhaltsverzeichnis
- Was ist eine Winkelküche?
- Warum eine Winkelküche wählen?
- Wie plane ich eine Winkelküche?
- Welche Materialien sind für Winkelküchen geeignet?
- Passende Farben und Dekore für Ihren Wohnstil
- Was kostet eine Winkelküche?
- Neue Winkelküche jetzt bei POCO kaufen
Komfort auf kleiner Fläche: Eine Winkelküche macht es möglich. Die bewährte Anordnung sorgt für kurze Wege. Sie besitzt eine wohnliche Ausstrahlung und lässt sich in die verschiedensten Räume integrieren. Darüber hinaus haben Sie bei Winkelküchen die Wahl aus vielen modernen Varianten – sogar komplett mit Elektrogeräten.
Was ist eine Winkelküche?
Winkelküchen heißen so, weil sie aus zwei Schenkeln (oder Flügeln) bestehen, die einen rechten Winkel bilden. Einer ist in der Regel etwas kürzer als der andere. Das Resultat ist eine L-Form. Aus diesem Grund sind diese Modelle auch als L-Küchen bekannt. Sie stellen eine der sechs Hauptformen von Küchen dar – neben ein- und zweizeiligen Küchen, U-Küchen, Halbinsel- und Inselküchen.
Warum eine Winkelküche wählen?
Küchen in separaten Räumen gehören größtenteils der Vergangenheit an. Die Wohnbereiche von Neubauten sind meistens offen gestaltet und integrieren Küche und Essplatz. Winkelküchen stellen hier oft die ideale Lösung dar, wenn der Raum nicht allzu groß ist – neben einfachen Küchenzeilen. Doch was macht die L-Form so beliebt? Werfen Sie mit uns einen Blick auf fünf Vorteile dieser Spielart und auf mögliche Aspekte, die gegen eine Winkelküche sprechen könnten.
Vorteil 1: kurze Laufwege
Ganz gleich, ob Sie leckere Pasta oder einen saftigen Braten zubereiten: Beim Kochen bewegen Sie sich ständig zwischen Kühlschrank, Spüle und Kochfeld hin und her. In einer Winkelküche in L-Form ist die Strecke zwischen den Bereichen relativ kurz. Dadurch geht die Arbeit schneller und leichter. In der Fachsprache bilden diese drei Bereiche das „magische Küchendreieck“. Was es damit auf sich hat, beleuchten wir weiter unten genauer.
Vorteil 2: kompakte Form
Eine Winkelküche benötigt deutlich weniger Platz als Modelle in U-Form oder eine Ausführung mit (Halb-)Insel. Gleichzeitig bietet sie mehr Arbeitsfläche als eine einzeilige Variante. Sie stellt quasi die goldene Mitte dar: kompakt, aber gleichzeitig angenehm großzügig und komfortabel. Darüber hinaus sorgt die L-Form für eine stärkere optische Abgrenzung zum restlichen Zimmer als eine einfache Küchenzeile.
Vorteil 3: leicht zu gestalten
Winkelküchen lassen sich ausgesprochen einfach in die Raumgestaltung integrieren. Die Forum rahmt zum Beispiel einen kleinen Esstisch wunderbar ein, auch wenn dieser in einem gewissen Abstand steht. Und dies ist nicht die einzige Möglichkeit: Falls der Platz für einen Esstisch nicht reicht, bietet sich ein Bartisch oder ein Thekenelement als Ergänzung an.
Vorteil 4: viele fertige Varianten
Sie möchten keine Küche von Grund auf planen oder planen lassen? Es gibt eine vielfältige Auswahl an fertig zusammengestellten Winkelküchen. Sie eignen sich perfekt für Mietwohnungen oder für alle, die keinen großen Aufwand betreiben möchten. Das grundlegende Layout ist bei solchen Modellen vorgegeben. Je nach Ausführung lassen sich jedoch Elemente umstellen, um die Winkelküche an die Gegebenheiten vor Ort anzupassen.
Vorteil 5: Schenkel optional als Raumteiler
Wer sagt, dass sich beide Flügel einer L-Küche an die Wand schmiegen müssen? Wer den zusätzlichen Aufwand nicht scheut, kann den kurzen Schenkel der Winkelküche in den Raum ragen lassen. Er wird auf diese Weise zu einer Art Raumteiler. Dafür empfehlen sich Modelle, bei denen sich der E-Herd in diesem Bereich platzieren lässt. Eine Rückwand für das auskragende Element können Sie beispielsweise mithilfe einer halbhohen Fertigbauwand realisieren. Diese nimmt auch die Kabel für den E-Herd auf. Ein Dunstabzug an der Decke komplettiert das Ganze.
Mögliche Nachteile von L-Küchen
Wo Licht ist, ist auch etwas Schatten: Für große Räume eignen sich Winkelküchen weniger. Kleine Modelle wirken schnell verloren. Bei Ausführungen mit entsprechend langen Schenkeln würden die Wege zu lang – und das „Küchendreieck“ zu groß.
Eine Herausforderung ist außerdem die Ecke. Einfache Eckschranklösungen verschenken Stauraum, effizientere Lösungen sind oft recht teuer. Generell kommt es auf die durchdachte Planung der Ecke einer Winkelküche an. Die Spüle und der Herd sollten mit Abstand zueinander geplant werden. Ansonsten entsteht hier leicht ein schlecht nutzbarer Bereich und die Küche wirkt trotz ihrer offenen Form eng.
Wie plane ich eine Winkelküche?
Sie möchten keine fertige Winkelküche, sondern eine individuelle Anordnung? Wir empfehlen, in diesem Fall einen Termin mit unserer Küchenberatung zu vereinbaren. Die Küchenprofis in einem unserer Märkte helfen Ihnen, die Küche Ihrer Träume zu verwirklichen. Dazu gehört auch ein 3D-Aufmaßservice per Laser vor Ort – damit alles perfekt passt.
Vorab verraten wir Ihnen hier schon einmal die wichtigsten Aspekte, auf die es bei der Planung ankommt.
Das magische Küchendreieck
Das Küchendreieck beschreibt die ideale Anordnung der drei wichtigsten Elemente: Kühlschrank, Spüle und Kochfeld.
Der Name ist Programm – im besten Fall bilden diese drei Punkte tatsächlich ein Dreieck. Außerdem sollten die Wege dazwischen weder zu lang noch zu kurz sein. Bei zu langen Wegen wird das Kochen zum unfreiwilligen Ausdauertraining. Bei zu kurzen Wegen wirkt das Ganze beengt. Die genauen Abstände sind nicht genormt, aber es gibt Faustregeln:
- Der Abstand zwischen jeweils zwei Bereichen, beispielsweise Herd und Spüle, beträgt idealerweise zwischen 1 und 1,5 m. Deutlich mehr als 2 m sollten es normalerweise nicht sein.
- Wenn Sie die drei Wege des Küchendreiecks zusammenrechnen, sollte sich ein Wert zwischen 4 und 7 m ergeben.
- Zwischen Spüle und Kochfeld sollte die Hauptarbeitszone liegen. Für ausreichend Platz empfiehlt sich eine Breite von mindestens 60 cm. Perfekt sind zwischen 90 und 120 cm.
Außerdem spielt es eine Rolle, ob die Winkelküche für eine rechtshändige oder linkshändige Person gedacht ist. Standard ist die Anordnung für Rechtshänder, die normalerweise von links nach rechts arbeiten. Daraus ergibt sich die Reihenfolge: Kühlschrank – Spüle – Herd. Am wichtigsten ist, dass sich der Herd rechts von der Spüle befindet. Denn diese beiden Bereiche und die Arbeitsfläche dazwischen werden besonders intensiv genutzt.
Bei Linkshändern ist das Ganze logischerweise umgekehrt. Hier sollte der Herd am besten links von der Spüle angeordnet sein.
Diese Regeln sind natürlich nicht in Stein gemeißelt. Deutliche Abweichungen empfehlen sich jedoch nur, wenn es nicht anders geht, etwa aufgrund der Raumsituation oder der Lage des Wasseranschlusses.
Weitere Tipps zur Küchenplanung
Das Küchendreieck ist der wichtigste, aber nicht der einzige Aspekt bei der Planung einer Winkelküche. Es gibt noch ein paar andere Dinge zu beachten.
- Lage der Fenster berücksichtigen: Verläuft ein Flügel der Winkelküche unter einem Fenster? Idealerweise ist an dieser Stelle eine Arbeitsfläche oder die Spüle. Ein Herd vor dem Fenster ist eher ungünstig, denn dann landen Fettspritzer an der Scheibe. Außerdem wird es schwierig, einen Dunstabzug zu montieren. Es gibt zwar Exemplare für die Decke, diese ragen dann jedoch ins Fensterbereich.
- Hängeschränke gezielt einsetzen: Ohne Hängeschränke wirkt eine Winkelküche schnell kahl und es fehlt oft an Stauraum. Andererseits ist es meist nicht empfehlenswert, alles mit Oberschränken zuzupflastern. Das lässt die Küche schnell überladen erscheinen. Ausgewogen wirken Kombinationen mit Hängeschränken über einem Flügel – meistens ist dies der längere.
- Genügend Freiraum vor den Küchenfronten: Wenn Sie das durch die L-Form definierte Rechteck nicht zustellen, sind Sie automatisch auf der sicheren Seite. Ansonsten gilt: Halten Sie mit dem Esstisch & Co einen Abstand von 120 cm oder mehr. Als absolutes Minimum gelten 100 cm. Andernfalls lassen sich Schubladen und Türen nicht bequem öffnen.
- Arbeitshöhe eventuell auf Körpergröße abstimmen: Eine Höhe von 85 cm ist bei fertigen Küchen nach wie vor weit verbreitet. Bei der individuellen Planung kann es aber sinnvoll sein, sich an der Körpergröße zu orientieren. Wenn Sie größer als der Durchschnitt sind, ist ein Maß von 90 oder 95 cm oft angenehmer. Bei leicht angewinkelten Armen sollte sich die Arbeitsplatte etwa 10 bis 15 cm unterhalb der Ellenbogen befinden.
Denken Sie darüber hinaus auch an Details wie etwa die Lage der Steckdosen. Sie sind idealerweise so platziert, dass sie sich für Kleingeräte wie den Toaster gut nutzen lassen. Eine Steckdose direkt über dem Kochfeld ist eher ungünstig.
Welche Materialien sind für Winkelküchen geeignet?
Während die Anordnung von Geräten & Co. fast eine Wissenschaft darstellt, haben Sie bei den Materialien viel kreative Freiheit. Grundsätzlich gibt die L-Form einer Winkelküche hier nichts Konkretes vor. Es kommt allein auf den persönlichen Geschmack und das Budget an.
Materialien für Fronten
Bei günstigen Winkelküchen finden Sie häufig Fronten aus Melamin oder mit Holzdekor. In beiden Fällen handelt es sich um eine Oberfläche aus pflegeleichtem und robustem Kunststoff. Eine ebenfalls preiswerte Alternative ist Lacklaminat. Dieses gibt es auch in der trendigen Hochglanzoptik, die sich optisch nur geringfügig von richtigem Lack unterscheidet. Matte Ausführungen sind ebenfalls erhältlich.
Bei einem größeren Budget eröffnen sich weitere Optionen. Dazu gehört echter Matt- oder Hochglanzlack, der noch einen Tick stylisher wirkt als Lacklaminat. Eine weitere edle Variante stellen Fronten mit Echtholzfurnier oder aus Massivholz dar. Sie bestechen durch ihre besonders warme und natürliche Optik, sind jedoch pflegeintensiver.
Werkstoffe für Arbeitsplatten
Bei fertigen Winkelküchen und günstigen Planungsküchen gehören Schichtstoff-Arbeitsplatten zu den Favoriten. Diese bestehen aus einer Span-, MDF- oder HDF-Platte sowie einer Dekorschicht und einer transparenten Nutzschicht aus Kunstharz.
Die Nutzschicht ist bis zu einem gewissen Grad hitzebeständig. Manche Ausführungen vertragen sogar kurzfristig bis zu 180 °C und mehr. Aber Vorsicht – die meisten Hersteller raten trotzdem davon ab, heiße Töpfe, Pfannen oder Backbleche auf der Oberfläche abzustellen. Diese können im Einzelfall nämlich zu heiß sein und dann Abdrücke oder Verfärbungen hinterlassen. Dasselbe gilt übrigens auch bei Holz. Bei dem Naturmaterial empfiehlt es sich ebenfalls, hitzebeständige Untersetzer zu verwenden.
Absolut hitzefest sind nur Arbeitsplatten aus Stein, Keramik oder Edelstahl – die Sie jedoch bei Winkelküchen eher im Luxussegment finden.
Passende Farben und Dekore für Ihren Wohnstil
So wichtig die Funktionalität und die richtige Anordnung sind: Die Optik darf nicht zu kurz kommen. Bei offenen Winkelküchen ist das besonders wichtig, damit sie optimal mit der restlichen Einrichtung harmonieren. Wir haben ein paar Ideen für Sie:
- Auf lange Sicht flexibel bleiben Sie mit neutralen Tönen. Dazu zählen die Nichtfarben Weiß, Grau und Schwarz sowie Beige und Holztöne. Diese harmonieren mit praktisch allen anderen Farben. Dadurch passt die Küche auch dann noch, wenn Sie die restliche Einrichtung verändern.
- Weiß und helle Hölzer harmonieren sehr schön mit einem freundlichen, skandinavisch inspirierten Einrichtungsstil. Dazu gehören beispielsweise Holztische, Polstermöbel mit eher hellen Bezügen sowie Pastelltöne. Helle Farben bieten sich außerdem für Räume mit kleinen Fensterflächen an, weil sie mehr Licht reflektieren.
- Dunkle Fronten wirken zum einen elegant, zum anderen haben sie einen leicht industriellen Touch. Dadurch passen sie wunderbar zum Industrial Style mit Oberflächen aus schwarzem Metall oder in Altholzoptik. Sie lassen sich aber ebenso gut als Gegensatz zu hellem Holz in Szene setzen.
- Sie können sich nicht entscheiden? Winkelküchen mit Materialkontrasten, beispielsweise zwischen Holz und Schwarz, sind ein spannender und vielseitiger Trend. Er macht das Kombinieren besonders leicht. Indem Sie beispielsweise das Schwarz der Küchenelemente mit anderen Möbeln im Raum aufgreifen, stellen Sie eine optische Verbindung her. Die Farbe kann sich etwa bei den Stühlen am Esstisch wiederholen.
Übrigens: Auch die Details und das Zubehör sorgen dafür, dass eine offene Küche einladend und gemütlich wirkt. Für Fans von Espresso & Co. ist z.B. ein Kaffeevollautomat eine Überlegung wert.
Was kostet eine Winkelküche?
Bei Winkelküchen ist es ähnlich wie bei Autos: Vom Kompaktwagen bis zur Luxus-Limousine ist alles dabei. Einfache und günstige Fertigküchen in L-Form fangen regulär – ohne Sonderangebote – schon bei rund 3.000 Euro an. Dabei sind die Einbau-Elektrogeräte bereits enthalten. Diese Varianten bringen typischerweise Fronten aus Melamin oder Holznachbildung mit. Bei etwa 4.000 Euro aufwärts beginnen Modelle mit Fronten aus Lacklaminat – hochglänzend oder matt. Eine moderne Winkelküche muss also nicht die Welt kosten.
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