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Anleitung: Kamine anschließen – wie funktioniert das?

Sie haben sich für einen Kamin entschieden und können es kaum erwarten, die gemütliche Atmosphäre zu genießen. Doch bevor es so weit ist, ist es notwendig, den Kamin anzuschließen. Nur: Wie funktioniert das? Wie Sie dabei vorgehen, hängt vor allem von der Kaminart ab. Mehr zu den grundlegenden Schritten und nützliche Tipps lesen Sie im folgenden Artikel.

Aufgrund der Vielzahl unterschiedlicher Modelle sind die folgenden Hinweise allgemein gehalten. Sie dienen vor allem als Überblick über die Installation verschiedener Kaminarten. Maßgeblich für die Installation sind immer die Vorgaben in der Kaminanleitung des Herstellers.
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Anleitung: Elektrischen Kamin anschließen – was ist zu beachten?

Zu den Vorteilen von elektrischen Kaminen gehört die sehr einfache Installation. Sie brauchen weder einen Schornstein noch eine andere Entlüftung. Auf zwei Dinge ist jedoch unbedingt zu achten: auf den richtigen Standort und einen geeigneten Stromanschluss. Je nach Ausführung stellt sich noch die Frage nach der Befestigung.
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Der richtige Standort für einen Elektrokamin

Elektrische Kamine eignen sich nicht für Standorte, an denen es feucht werden kann. Deshalb empfiehlt sich ein gewisser Abstand zu Fenstern, Stichwort: Regen. Und für die Terrasse oder das Bad sind diese Geräte ebenfalls nichts.

Achten Sie außerdem darauf, dass Sie die vorgeschriebenen Abstände zu den Ein- und Auslässen für die Luft einhalten. Befinden sich diese beispielsweise vorne oder an der Seite, dürfen davor keine Möbel stehen. Andernfalls droht eine Überhitzung. Zwar haben moderne Exemplare einen Überhitzungsschutz, dieser ist aber nur als zusätzliche Sicherheit gedacht. Beachten Sie die Hinweise zu den genauen Abständen in der Anleitung des Kaminherstellers.

Die Montage eines elektrischen Kamins

Viele Elektrokamine sind frei stehend und bringen Rollen oder einen Standfuß mit. Das gilt auch für zahlreiche Modelle, die der Optik wegen am schönsten an der Wand aussehen.

Manche Exemplare lassen sich aber auch an einer Wand befestigen. In diesem Fall ist eine sichere Verankerung unerlässlich, wenn Sie den elektrischen Kamin anbringen. Für massive Ziegel, Beton- und Gipswände eignen sich normalerweise Universaldübel. Für Gipskartonwände brauchen Sie sogenannte Hohlraumanker.

Wichtig beim Anschluss an die Steckdose

Die Mehrzahl der Modelle hat eine Leistung von maximal 2.000 Watt. Um diese elektrischen Kamine anzuschließen, reicht eine normale Steckdose mit 230 Volt. Verwenden Sie jedoch auf keinen Fall ein Verlängerungskabel oder eine Steckdosenleiste. Dieses Zubehör ist nicht für derart leistungsstarke Geräte ausgelegt. Zudem darf an einer Steckdose neben dem elektrischen Kamin kein anderer Verbraucher hängen. Andernfalls kann es in ungünstigen Fällen zu einem Kabelbrand kommen.

Einen Sonderfall stellen Elektrokamine mit mehr als 2.000 Watt dar. Hier brauchen Sie eine Steckdose mit eigenem Stromkreis und eigener Sicherung, um den elektrischen Kamin anzuschließen. Dies stellt sicher, dass weitere Geräte und Lampen am selben Stromkreis nicht zu einer Überlastung führen können.

Es handelt sich um ein Modell mit festem Stromanschluss und ohne Stecker? Hier ist es ratsam, der Sicherheit wegen einen Elektriker zu beauftragen.
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Anleitung: Pellet-, Holz-, Öl- und Gaskamine richtig anschließen

Der Anschluss von Kaminen, die mit Brennstoffen laufen, ist grundsätzlich etwas aufwendiger. Denn diese benötigen in der Regel einen Schornstein, um die Abgase nach draußen zu leiten. Mit einer Ausnahme: Es gibt Pelletkamine, für die eine einfache Entlüftung durch die Wand oder das Dach ausreicht. Hier erfahren Sie mehr zu den verschiedenen Kaminarten.

Gemeinsam haben diese Kamine, dass dafür eine Genehmigungspflicht gilt. Sprechen Sie deshalb schon vor dem Kauf mit dem Schornsteinfeger, der das Gerät später abnimmt. Er kann Ihnen sagen, wo eine Installation möglich und erlaubt ist. Zudem kann er Ihnen bei Bedarf Fachleute für die Installation empfehlen. Bei einem Gaskamin geht es übrigens nicht ohne – denn diesen dürfen nur qualifizierte Fachkräfte anschließen.

Die einzelnen Schritte: Brennstoffkamin anschließen

Für die genaue Vorgehensweise empfiehlt sich ein Blick in die Montageanleitung Ihres Kamins. Grundsätzlich sind folgende Schritte für den Anschluss notwendig:
  • Standort auswählen: Außer bei Pelletöfen mit einer Wand- oder Deckenentlüftung ist ein Kaminzug in der Nähe erforderlich. Wie groß der Abstand sein darf, hängt von der erlaubten Länge und Form des Ofenrohrs ab. Der zweite Punkt ist der Brandschutz, zu dem Sie genaue Angaben in der Kaminanleitung des Herstellers finden. Bei Holzöfen muss beispielsweise ein Abstand von 20 Zentimetern zu nichtbrennbaren Wänden und Decken gewährleistet sein. Vor der Feuerraumtür ist ein Abstand von mindestens 80 Zentimetern zu brennbaren Gegenständen vorgeschrieben.
  • Anschluss vorbereiten: Zu diesem Zweck wird der Rauchrohranschluss mittels einer Kernbohrung gesetzt. Hier empfiehlt es sich grundsätzlich, Profis zu beauftragen. Wichtig ist eine exakte Position, damit das Ofenrohr hinterher genau passt. Einen Kaminofen können Sie schon provisorisch samt Feuerschutzplatte aufstellen, um Maß zu nehmen.
  • Kamin einbauen/montieren: Wie dieser Schritt aussieht, hängt stark von der Ausführung des Kamins ab. Kaminöfen sind, abgesehen etwa von Abdeckungen, größtenteils vormontiert. Kamineinsätze werden vor Ort in einen individuell gestalteten oder vorhandenen offenen Kamin eingebaut. Kaminbausätze bestehen aus Fertigteilen, die eine besonders einfache Montage des Kamins erlauben.
  • Kamin anschließen: Fast geschafft! Nun fehlt noch die Verbindung von Ofenrohr mit dem Wandfutter. Außerdem können Sie jetzt beispielsweise die Seitenteile und die Abdeckung eines Kaminofens anbringen. Diese waren zum Maßnehmen noch nicht erforderlich. Eventuell muss der Feinstaubfilter des Kamins noch eingebaut werden.
Offizielle Abnahme: Zu guter Letzt kommt der Schornsteinfeger vorbei. Er prüft, ob die Installation in Ordnung ist und sämtlichen Vorschriften genügt. Erst danach dürfen Sie den neuen Kamin in Betrieb nehmen. Wichtig: Falls ein (noch) nicht genehmigter Kamin einen Brand verursacht, zahlt die Versicherung nicht!

Die Einbrennphase beim ersten Anheizen

Kaminöfen sind mit einem feuerfesten Lack überzogen. Dieser muss erst einbrennen, um seine volle Härte zu erreichen. Was hier zu beachten ist, entnehmen Sie der Anleitung Ihres Kamins. Berühren Sie den Lack während der Einbrennphase nicht und stellen Sie keine Gegenstände auf dem Kamin ab.