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Backofen mit Umluft, Ober- und Unterhitze oder Grillfunktion: Beheizungsarten erklärt

Backöfen haben mehrere Funktionen – damit lässt sich Hefeteig ebenso perfekt zubereiten wie Blechkuchen oder Pizza. Doch wo liegen die Unterschiede zwischen Umluft, Heißluft sowie Ober- und Unterhitze? Machen Sie sich hier schlau, mit welcher Backfunktion Sie die besten Ergebnisse erzielen.

Backofen: Umluft und weitere Funktionen im Überblick

Wer kennt es nicht? Sie bereiten ein leckeres Ofengericht vor und ab geht es damit in die Röhre. Nun fragen Sie sich aber, welche Funktion dafür eigentlich geeignet ist: Oberhitze, Unterhitze oder vielleicht beides? Wie gut die Speisen im Ofen garen, hängt auch von der richtigen Einstellung ab. Denn ein Backofen ist mit unterschiedlichen Beheizungsarten ausgestattet, um zahlreiche Gerichte darin zu backen. Damit Sie die Möglichkeiten Ihres Backofens optimal nutzen können, geben wir Ihnen hier einen Überblick zu den wichtigsten Basisheizarten – inklusive der Symbole am Drehknopf.
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Backen mit Umluft

Beim Ventilator handelt es sich um Umluft. Wenn Sie mit Umluft backen, verteilt sich die Hitze gleichmäßig im Garraum. Dadurch ist es möglich, mehrere Gerichte auf verschiedenen Ebenen einzuschieben. Die Pizza oben gart dann genauso einwandfrei wie die Pizza weiter unten im Ofen. Umluft spart Energie ein, da Sie das Gerät um ca. 20 bis 30 Grad niedriger einstellen können als bei Ober- und Unterhitze. Die Funktion eignet sich vor allem für feuchte Kuchen, Plätzchen und andere dünne Teige sowie Pizza. Durch die Luftzirkulation backen die Speisen von allen Seiten, trocknen aber auch schneller aus.

Backen mit Ober- und Unterhitze

Oberhitze erkennen Sie am Balken oben im Symbol, bei Unterhitze ist der Balken unten. Bei den meisten Geräten lassen sich Ober- und Unterhitze separat voneinander oder gemeinsam einschalten. Die klassische Betriebsart funktioniert ohne Luftverteilung. Dadurch kommt die Hitze je nach Bedarf entweder nur oben oder unten beziehungsweise von beiden Seiten gleichzeitig an. Dank Hitze von oben bekommen Gratins mit Käse eine wunderbare Bräune. Ober- und Unterhitze empfehlen sich auch für Käsekuchen, der gerne saftig bleiben darf.

Backen mit Pizzafunktion

Moderne Geräte bieten neben den Basics oftmals eine Pizzafunktion. Die Pizzastufe beim Backofen – dargestellt durch einen Ventilator und das Zeichen für die Unterhitze – sorgt dafür, dass der Pizzateig samt Belag lecker bäckt. Wie das genau funktioniert, ist schnell erklärt: Durch die Kombination aus Umluft und starker Unterhitze gelingt der Pizzaboden besonders knusprig und die Zutaten obendrauf bleiben schön saftig.

Backen mit Grillfunktion

Die Grillfunktion sieht aus wie eine gezackte Linie. Wenn Sie Speisen grillen, erzeugt der Ofen eine starke Hitze von oben. Damit verleihen Sie Gemüse oder Fleisch ein hervorragendes Röstaroma. Da die Grillfunktion sehr heiß ist, können Gerichte schon nach wenigen Minuten anbrennen. Behalten Sie Ihr Essen daher im Blick und nehmen Sie es rechtzeitig heraus.

Backen mit Heißluft

Ein Ventilator im Kreis symbolisiert Heißluft. Diese Funktion beim Backofen sorgt ebenfalls für eine gleichmäßige Wärmeverteilung. Da sich die Luft im Garraum besonders rasch aufwärmt, können Sie aufs Vorheizen komplett verzichten.

Was ist der Unterschied zwischen Umluft und Heißluft?

Bei einem Backofen nennt es sich Umluft, bei einem anderen ist es Heißluft – alles nur heiße Luft also? Bei beiden Funktionen verteilt der Ofen die Hitze gleichmäßig im Garraum. Es gibt jedoch einen wesentlichen Unterschied. Bei Umluft sorgt ein Ventilator dafür, dass die heiße Luft überallhin gelangt. Ein Gerät mit Heißluft besitzt dagegen einen entscheidenden Vorteil: Hier befindet sich ein zusätzliches Heizelement am Ventilator oder es ist ein sogenannter Ringheizkörper verbaut. Dadurch bläst der Ofen bereits erhitzte Luft ins Innere. Heißluft ist somit energiesparender und verkürzt die Garzeit. Nachteilig bei Umluft ist, dass Gerichte schneller anbrennen und stärker austrocknen können.

Welche Variante ist besser: Backen mit Umluft oder Ober- und Unterhitze?

Ober- und Unterhitze verbraucht mehr Energie und die Backzeit verlängert sich. Daher ist Umluft oder Heißluft für viele Gerichte die bessere Wahl. Da bei Ober- und Unterhitze eine vergleichsweise milde Hitze im Ofen herrscht, trocknen Speisen weniger aus. Es kommt also immer auf die jeweilige Mahlzeit an, die Sie im Backofen zubereiten möchten. Für Biskuit, Muffins, Blech- und Napfkuchen ist die klassische Ober- und Unterhitze ideal, da die Teige weniger Flüssigkeit enthalten. Die Heißluft- und Umluftfunktion eignet sich für alle Speisen, die eine knusprige Kruste bekommen sollen: wie Brathähnchen oder Brötchen.

Bei welcher Temperatur backe ich Brot?

Brote brauchen ordentlich Hitze. In der professionellen Backstube backen Brote deswegen bei 250 Grad und mehr. Wenn Sie Ihr eigenes Sauerteigbrot daheim backen, stellen Sie die Temperatur gemäß Rezept ein: Das sind meist 220 bis 250 Grad. Üblicherweise backen Sie Brote erst bei hoher Temperatur, nach einer gewissen Zeitdauer senken Sie diese stufenweise. Bei der richtigen Temperatur kommt es auch auf die Größe der Brote an: Kleine Brotlaibe backen generell bei höheren Temperaturen, da sie kürzer im Ofen bleiben.
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Pizza backen: Welche Temperatur ist optimal?

Wenn Sie Pizza backen, ist die Temperatur das A und O. Denn bei hohen Ofentemperaturen benötigt die Pizza nach traditioneller Art nur ein paar Minuten, bis sie außen perfekt knusprig und innen fluffig ist. In der heimischen Küche sind Temperaturen von über 300 Grad wie im Steinofen natürlich nicht möglich. Wählen Sie stattdessen die Pizzafunktion auf höchster Temperaturstufe aus. Ein Pizzastein sorgt dafür, dass der Teig noch besser durchgart und ruckzuck fertig ist. Wenn Ihr Ofen keine Pizzafunktion hat, geht es auch mit Heißluft oder Umluft.

Tipp: Haben Sie Rührschüssel, Küchenwaage und Mixer parat? Erfahren Sie in unserem Ratgeber, welche Ausstattung fürs Backen nicht in der Küche fehlen darf.