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Markisen Arten

Markisenarten: Das richtige Modell für jeden Anspruch

Einen kühlen Drink im Schatten einer schicken Markise genießen – was könnte es Besseres an heißen Sommertagen geben? Bevor es so weit ist, gilt es jedoch, unter den diversen Markisenarten zu wählen. Unterschiede gibt es bei der Optik ebenso wie bei der Mechanik und der Befestigung. Wir nehmen die verschiedenen Typen unter die Lupe und erklären deren Vorteile und Nachteile.

Inhaltsverzeichnis

  1. Für den schnellen Überblick: Welche Markisenarten gibt es?
  2. Klemmmarkisen: Flexible Lösung für Mietwohnungen
  3. Gelenkarmmarkisen: Bestseller für die feste Montage
  4. Kassettenmarkisen: Alles in einem kompakten Kasten
  5. Standmarkisen: Freie Hand bei der Wahl des Standorts
  6. Seitenmarkisen: Sicht- und Sonnenschutz in einem

Für den schnellen Überblick: Welche Markisenarten gibt es?

Es gibt unzählige Markisen auf dem Markt. Aber das Angebot lässt sich trotzdem schnell entwirren. Denn für den privaten Einsatz an Wohngebäuden eignen sich vor allem fünf Varianten:

  • Klemmmarkisen
  • Gelenkarmmarkisen
  • Kassettenmarkisen
  • Standmarkisen
  • Seitenmarkisen

Zu den ungewöhnlicheren Markisenarten gehören beispielsweise Senkrechtmarkisen. Dabei handelt es sich eher um eine Art Rollo, das jedoch außen angebracht wird. Fallarmmarkisen sind sehr steil stehende Markisen, die normalerweise der Abdeckung von Fenstern dienen. Die Markisolette ist eine Mischung aus beidem.

Für private Verbraucher spielen diese Ausführungen eine geringere Rolle. Sie kommen häufig an Bürogebäuden mit großen Fensterfronten zum Einsatz. An Wohngebäuden sind diese Markisenarten selten zu finden – und wenn, sind sie in der Regel bereits ein fester, vorinstallierter Teil der Fassaden-Gestaltung.

Im Folgenden nehmen wir die fünf gefragten Typen für den privaten Einsatz unter die Lupe – von Klemmmarkisen bis zu Seitenmarkisen.

Wichtiger rechtlicher Hinweis: Als Mieter brauchen Sie bei der Installation aller Markisenarten eine Genehmigung des Vermieters beziehungsweise der Hausverwaltung. Besitzer von Eigentumswohnungen benötigen normalerweise die Zustimmung der Eigentümergemeinschaft. In beiden Fällen sind im Vorfeld Absprachen ratsam, da manchmal nur bestimmte Farben oder Muster erlaubt sind.

Klemmmarkisen: Flexible Lösung für Mietwohnungen

Sie möchten eine Markise auf dem Balkon anbringen, aber keine Löcher in die Fassade bohren? Wenn Sie nicht gerade im obersten Stockwerk wohnen, ist eine Klemmmarkise die perfekte Lösung. Sie bringt zwei stabile Standfüße mit, die sich ganz einfach zwischen dem Boden Ihres Balkons und der Decke des Balkons darüber einspannen lassen. Auf Terrassen, über denen sich ein stabiler Mauervorsprung befindet, funktioniert dieses Prinzip ebenso.

Aufgrund ihrer durchdachten Bauweise bieten Klemmmarkisen häufig die Möglichkeit, neben dem Neigungswinkel auch die Höhe flexibel zu verändern. Bei solchen Modellen lässt sich die Halterung stufenlos entlang der Standfüße verstellen. Ein weiteres Plus: Sie gehören zu den sehr preisgünstigen Markisenarten. Allerdings sind konstruktionsbedingt nur kleinere Formate möglich – bei maximal 3 Metern Breite und 1,5 Metern Ausfall nach vorne ist meist Schluss.


Gelenkarmmarkisen: Bestseller für die feste Montage

Gelenkarmmarkisen stellen eine der beliebtesten Markisenarten auf dem Markt dar. Sie sind für die dauerhafte, feste Montage gedacht – meist direkt an einer tragenden Hauswand. Dies ist zwar mit einem gewissen Installationsaufwand verbunden, bietet jedoch einen entscheidenden Vorteil: Die gesamte Fläche unter der Markise bleibt vollkommen frei, da sie im Gegensatz zu einer Klemmmarkise keinerlei Standfüße benötigt. Zudem kommt sie auch für Dachgeschosse und Terrassen ohne obere Überdachung infrage.

Als weiteres Plus ermöglicht die robuste Konstruktion mit mechanischen Gelenkarmen deutlich größere Formate. Breiten von 4 Metern und Ausfalltiefen von 3 Metern sind im Standardbereich kein Problem. Sehr große Modelle erreichen sogar eine Breite von bis zu 7 Metern und eine Ausladung von bis zu 5 Metern. Allerdings steigen mit zunehmender Größe auch das Gewicht und die Preise.

Ein absolutes Muss ist bei dieser Markisenart eine sorgfältige und fachgerechte Montage. Bevor gebohrt wird, gilt es, den optimalen Neigungswinkel, die gewünschte Durchgangshöhe und die notwendige Montagehöhe präzise zu ermitteln, damit die Markise später sicher hält und zuverlässig vor tiefstehender Sonne schützt.

Kassettenmarkisen: Alles in einem kompakten Kasten

Kassettenmarkisen basieren im Prinzip auf der Technik von klassischen Gelenkarmmarkisen. Sie bieten jedoch einen entscheidenden Vorteil: Im eingefahrenen Zustand verschwindet das Markisentuch samt der Gelenkarme vollständig in einem rundum geschlossenen Kasten, der sogenannten Kassette. Diese Box sorgt für einen optimalen Schutz vor Wind, Regen und Verschmutzung im Winter. Zudem beherbergt die Kassette bei elektrisch betriebenen Modellen gut geschützt den Motor.


Standmarkisen: Freie Hand bei der Wahl des Standorts

Standmarkisen besitzen ähnlich wie Klemmmarkisen zwei Standfüße. Allerdings werden diese nicht zwischen Decke und Boden eingespannt, sondern verfügen über stabile Ausleger für eine vergrößerte Auflagefläche. Das ermöglicht einen völlig freien und flexiblen Standort – vorausgesetzt, der Untergrund ist halbwegs eben. Sie haben die Wahl: Soll die Markise auf dem Balkon, der Terrasse oder doch lieber mitten im Garten auf dem Rasen stehen?

Bei dieser Markisenart ist es besonders wichtig, sie bei aufkommendem Wind sofort einzufahren, da sie in der Regel keine feste Bodenverankerung besitzt.

Achtung bei Wind: Während eine leichte Luftbewegung für die meisten Modelle kein Problem darstellt, müssen Sie Standard-Markisen bei stärkerem Wind auf jeden Fall einfahren. Eine Ausnahme bilden Markisen, bei denen explizit eine Windwiderstandsklasse von 1 bis 3 ausgewiesen ist. Diese drei Einstufungen entsprechen den Windstärken 4 bis 6 und halten somit einer mäßigen Brise bis hin zu starkem Wind stand.

Seitenmarkisen: Sicht- und Sonnenschutz in einem

Bei Seitenmarkisen ist der Name Programm: Statt über dem Sitzbereich werden sie an der linken und/oder rechten Seite der Terrasse an der Hauswand montiert. Anders als die übrigen Markisenarten dienen sie in erster Linie als flexibler Sichtschutz vor neugierigen Blicken der Nachbarn und halten gleichzeitig kühlen Seitenwind ab. Zudem schirmen sie den Sitzbereich bei Bedarf perfekt gegen tiefstehende Abendsonne ab.

Zu einer Seitenmarkise gehört neben der Wandkassette zusätzlich ein am Boden oder Geländer verankerter Haltepfosten. In diesen wird der Griff der herausgezogenen Markise eingehängt, sodass der Stoff dauerhaft straff gespannt bleibt.

Tipp: Sollten Sie bereits eine funktionstüchtige Markise besitzen, deren Stoff im Laufe der Jahre jedoch alt, verblichen oder verschlissen ist, müssen Sie nicht direkt das ganze System austauschen – oft lohnt es sich, das Gestell einfach neu zu bespannen.