Cerankochfelder
Das Ceranfeld für die Küche von heute
Der klassische Herd mit seinen erhöhten Gusskochplatten wurde in den letzten Jahren weitgehend vom sogenannten Ceranfeld abgelöst. Da das gesamte Kochfeld flach ist, lässt es sich wesentlich leichter reinigen und sieht optisch attraktiver aus. Benötigen Sie ein neues Cerankochfeld oder wollen Sie umsteigen? Hier lesen Sie, worauf es beim Kauf ankommt.
Inhaltsverzeichnis
- Was sind Cerankochfelder und was zeichnet sie aus?
- Wie funktioniert das Cerankochfeld?
- Welche verschiedenen Optionen haben Sie beim Kauf?
- Die Kochstellen im Überblick
- Worauf Sie beim Kauf achten sollten
- So pflegen Sie das Ceranfeld
- Was ist der Unterschied zwischen Ceran und Induktion?
- Was gehört noch zur modernen Küchenausstattung?
- Ceranfeld und Zubehör günstig online bestellen bei POCO
Was sind Cerankochfelder und was zeichnet sie aus?
Der Begriff Cerankochfeld hat sich allgemein für Glaskeramik-Kochfelder durchgesetzt. Dabei handelt es sich eigentlich um den eingetragenen Markennamen der deutschen Firma Schott. Sie hatte diese Art des Kochfelds in den 1970er-Jahren erfunden und sie CERAN® genannt. Die Produkte anderer Hersteller dürfen sich eigentlich nur Glaskeramik-Kochfeld nennen. Beide Begriffe meinen dasselbe Produkt für die Küche.
Im Mittelpunkt steht eine besondere Form von Glaskeramik, die sich durch ihre hohe Hitzebeständigkeit auszeichnet. Ursprünglich wurde sie für technische Instrumente und Messgeräte entwickelt. Dass sie sich wunderbar für den Küchenherd eignete, war eher eine Zufallsentdeckung.
In den Küchen dominierten zu dieser Zeit Massekochfelder mit Gusskochplatten, die heute als veraltet gelten. Sie bestehen aus einem Edelstahlkochfeld mit Mulden, in die gusseiserne Kochplatten eingelassen sind. Klassische Heizwendel (Heizdrähte oder Spiralen) erzeugen die Hitze. Da dies sehr lange dauert, geht beim Massekochfeld viel Energie verloren. An den heißen Gusskochplatten haben sich Generationen von Köchinnen und Köchen die Finger verbrannt. Dazu kommt die mühsame Reinigung, bei der um die fünk erhöhten Kochmulden herumgewischt werden muss.
Die neuen Cerankochfelder stellten also in mehrfacher Hinsicht eine Revolution dar. Nach der Markteinführung kopierten andere Hersteller das Design und die Innovation eroberte innerhalb von zwei Jahrzehnten die Küchen der Welt. Gegenüber dem Vorgänger haben sie gleich mehrere Vorteile:
- Optisch attraktive, flache Oberfläche
- Leichte Reinigung durch einfaches Abwischen
- Bei Nichtgebrauch der Kochstellen praktische Abstellfläche
- Hohe Temperaturbeständigkeit
- Geringerer Energieverbrauch.
Mittlerweile hat das Ceranfeld jedoch selbst Konkurrenz durch das Induktions-Kochfeld bekommen. Auch dieses verwendet eine Glaskeramik-Oberfläche, arbeitet aber mit einer anderen Technologie. Es ist aktuell noch vergleichsweise teuer und nicht jedes Kochgeschirr ist induktionsgeeignet.
Wie funktioniert das Cerankochfeld?
Bei Cerankochfeldern befinden sich die Heizwendel direkt unter der hitzebeständigen Glaskeramikplatte. Wenn Sie ein Feld einschalten, sehen Sie sofort, wie es rot aufleuchtet. Dies ist einer der Gründe, warum Sie sich nicht so leicht die Finger verbrennen: Anders als bei Gusseisenplatten sehen Sie sofort, welches Feld aktiv und damit heiß ist.
Die erzeugte Wärme wird als Infrarotstrahlung durch die Glaskeramikplatte an den Boden des Kochgeschirrs weitergeleitet. Die Wärme steigt auf und erhitzt sowohl das Gefäß als auch den Inhalt. Dies geht im Schnitt etwa 20 Prozent schneller als beim Massekochfeld und spart so auf Dauer viel Energie. Der Umstieg auf ein modernes Cerankochfeld macht sich also längerfristig positiv auf der Stromrechnung bemerkbar.
Mittlerweile gibt es eine neue Generation, die statt mit Infrarotlicht mit Halogen arbeitet. Diese ist noch effizienter, weil Halogenlampen schneller sehr heiß werden.
Einen kleinen Nachteil hat Glaskeramik allerdings auch: Die schwarze, edel glänzende Oberfläche ist anfällig für Kratzer und kann sogar zerspringen, wenn die Kante eines schweren Kochtopfs darauf fällt. Gehen Sie darum vorsichtig mit dem Cerankochfeld um. Wird es längere Zeit nicht genutzt, decken Sie es mit speziellen Schutzplatten ab.
Welche verschiedenen Optionen haben Sie beim Kauf?
Die beiden Klassiker in der Küche sind der Einbauherd und der freistehende Elektroherd, bei denen sich das Kochfeld über einem Backofen befindet. Sie werden entweder in die Küchenzeile eingebaut oder stehen frei neben Schränken. Sie unterscheiden sich nur darin, dass beim Einbauherd die äußeren Seitenwände fehlen, weil er sich in die Küchenzeile einfügt. Bei beiden Varianten haben Sie die Option, ein Modell mit Ceranfeld zu wählen. Sie sind die richtige Wahl, wenn Sie Ihre Küche komplett modernisieren oder eine neue Küche einrichten möchten.
Ein autarkes Cerankochfeld lässt sich auch getrennt von einem Backofen installieren. Dafür kann es mehrere gute Gründe geben:
- Der Backofen funktioniert noch gut und soll nicht ausgetauscht werden.
- Sie möchten den Backofen an einer höheren Stelle installieren, damit Sie sich nicht ständig bücken müssen.
- Sie wollen in Zukunft auf den Backofen verzichten, weil ein Mikrowellenherd mit Backfunktion für Sie ausreicht.
Gerade in kleineren Küchen beweisen die modernen Herde ihre Flexibilität: Reicht der Platz nicht für die klassische Kombination aus zwei großen und zwei kleineren Kochstellen, finden Sie auch Kochfelder mit nur zwei Kochstellen. Für viele Mahlzeiten ist dies vollkommen ausreichend, vor allem, wenn Sie zusätzlich eine Mikrowelle oder den Backofen verwenden.
Die Kochstellen im Überblick
Beim klassischen Aufbau besteht das Cerankochfeld aus vier Kochstellen:
- Zwei kleine Kochstellen für kleine Töpfe und Pfannen
- Eine große Kochstelle für große Töpfe und Pfannen
- Eine große Kochstelle mit zuschaltbarer Bräter-Funktion
Bei letzterer aktivieren Sie eine zweite Heizspirale, damit aus der runden eine ovale Kochstelle wird. Auf dieser finden dann ovale Bräter optimal Platz.
Anstelle einer großen Kochstelle kommt manchmal ein flexibles Design mit mehreren Heizringen zum Einsatz. Sie steuern selbst, wie viele Heizringe aktiviert sind und damit, wie groß die Kochstelle sein soll. Mal nutzen Sie sie für einen kleinen Topf, mal für eine große Pfanne.
Manche Modelle bieten originelle Zusatzfunktionen wie den japanischen Teppanyaki-Grill, auf dem Sie Fleisch und Gemüse fettarm garen. Die kleinere Variante mit nur zwei Kochstellen wird Domino-Kochfeld genannt. Sie passt gut in kleine Küchen und besteht aus zwei kleinen Kochstellen, von denen sich eine mit einem zusätzlichen Heizring vergrößern lässt.
Mobile Kochplatten
Mobile Kochplatten finden in sehr kleinen Küchen, als Übergangslösungen oder beim Camping Verwendung. Diese lassen sich überall dort betreiben, wo eine Steckdose in der Nähe ist. Holen Sie sie aus dem Schrank und stellen Sie sie auf die Arbeitsfläche Ihrer Miniküche, wenn Sie etwas kochen wollen. Zur Not kochen Sie auf dem Boden oder auf der Fensterbank. Achten Sie auf eine feuerfeste Unterlage. Mobile Kochplatten sind mit einer oder zwei Kochstellen erhältlich.
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Bauform und Anzahl der Kochstellen sind nur zwei der Aspekte, die beim Kauf eines Cerankochfeldes wichtig sind:
Die Bedienelemente
Wird das Ceranfeld auf den Backofen aufgesetzt, befinden sich die Bedienelemente vorne. Dabei handelt es sich um klassische Drehknöpfe, mit denen Sie die Hitze regulieren. Andere Bedienelemente wie das Zuschalten der Bräterfunktion sind in die Glaskeramikplatte integriert.
Wird das Kochfeld direkt in die Arbeitsplatte eingelassen, befinden sich alle Bedienelemente in der Glaskeramikplatte. Die Umstellung kann am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig sein. Beachten Sie, dass die Steuerung mit nassen Fingern nicht funktioniert. Umgekehrt kann es vorkommen, dass Sie eine Zusatzfunktion bei einer flüchtigen Berührung versehentlich aktivieren oder deaktivieren. Schauen Sie also zwischendurch noch einmal nach, dass alle Einstellungen korrekt sind.
Displays
In vielen Glaskeramikplatten befinden sich digitale Displays, die Ihnen wertvolle Informationen liefern. Sehr hilfreich ist die Restwärmeanzeige. Dabei handelt es sich entweder um einen rot leuchtenden Punkt neben der Kochplatte oder um eine digitale Temperaturanzeige. Sie können die Restwärme zum Warmhalten von Speisen nutzen, wenn sich ein Familienmitglied verspätet hat, oder Tiefgefrorenes für den Nachtisch auftauen. Außerdem warnt Sie die Anzeige, dass Sie das Kochfeld noch nicht reinigen dürfen. Warten Sie damit, bis die Restwärmeanzeige erloschen ist.
Zusatzfunktionen
Eine weitere praktische Hilfe ist der Timer: Stellen Sie die Kochzeit ein, damit Sie wissen, wann die Lebensmittel gar sind. Ist die Kochzeit abgelaufen, schaltet sich die entsprechende Kochstelle selbst ab. So kann nichts mehr anbrennen oder zu weich kochen.
Nicht minder nützlich ist die Pausentaste: Sie brutzeln, braten und kochen gerade auf mehreren Kochstellen, wenn es an der Tür klingelt. Mit einem einzigen Fingerdruck pausieren Sie das ganze Kochfeld. Nun können Sie sich dem Paketboten widmen oder dem Handwerker, der die Heizung warten soll. Sie wissen, dass in der Küche nichts anbrennen oder überkochen kann.
Fällt Ihnen zu spät ein, dass Sie noch einen Kohlrabi im Kühlschrank haben, der das Essen ergänzen sollte? Da muss es schnell gehen! Wie gut, dass Sie die Boost-Funktion aktivieren können: Sie sorgt kurzzeitig für noch stärkere Hitze, damit Wasser schneller kocht oder Lebensmittel schneller garen.
So pflegen Sie das Ceranfeld
Für die tägliche Reinigung nach dem Kochen verwenden Sie einfach ein weiches Küchentuch und Spülmittel.
Ein- oder zweimal pro Woche ist eine gründliche Reinigung mit einem speziellen Glaskeramikreiniger empfehlenswert. Dieser entfernt auch extrem hartnäckige eingebrannte Flecken, Fett und Verfärbungen.
Nach längerer Verwendungszeit bemerken Sie vor allem auf den weißen Ringen der Kochstellen störende Flecken, die sich mit Reinigungsmittel und Putztuch nicht entfernen lassen. Verwenden Sie dann einen sogenannten Radierschwamm oder Schmutzradierer. Das Material ist sanft und doch stark genug, um diese Flecken wegzuschrubben. Danach strahlen die Ringe wieder durchgängig weiß und das Ceranfeld wirkt wie neu.
Verzichten Sie auf aggressive Scheuermittel, die für Edelstahloberflächen gedacht sind, und Metallbürsten. Beide schädigen die empfindliche Glaskeramik. Sie wirkt stumpf und durch mikroskopische Risse können Keime eindringen.
Wenn Sie nicht täglich kochen, sollten Sie das Cerankochfeld mit speziellen Herdabdeckplatten schützen. Diese können schlicht und einfarbig sein oder mit einem attraktiven Motiv für einen tollen Hingucker sorgen. Die Abdeckplatten verwandeln das Kochfeld in eine zusätzliche Abstellfläche. Nutzen Sie sie, wenn Sie Einkäufe auspacken oder stellen Sie einen dekorativen Obstkorb darauf.
Was ist der Unterschied zwischen Ceran und Induktion?
Induktionskochfelder besitzen genau wie Cerankochfelder eine Oberfläche aus schwarzer, hochglänzender Glaskeramik. Der große Unterschied zwischen beiden liegt in der Art, wie die Hitze erzeugt wird.
Im Cerankochfeld sorgen elektrische Heizdrähte oder Halogenlampen für die Hitze. Diese wird über die Glaskeramik an den Topf abgegeben. Sie wird heiß und erhitzt die Lebensmittel.
Ein Induktionskochfeld arbeitet dagegen mit elektromagnetischen Spulen. Diese erzeugen die Hitze direkt im Topf. Dies hat zwei Vorteile: Der Induktionsherd erhitzt Speisen wesentlich schneller und spart dadurch noch mehr Energie. Außerdem bleibt die Kochstelle selbst kalt. Es gibt keine Verbrennungsgefahr mehr und Sie können das Kochfeld abwischen, ohne auf das Abkühlen zu warten.
Ein Nachteil ist die Tatsache, dass nur magnetische Topfarten induktionsgeeignet sind. Sie finden entsprechende Hinweise in den Produktbeschreibungen bei POCO. Die weit verbreiteten Edelstahltöpfe sind beispielsweise induktionsgeeignet. Bei anderen Materialien wie Aluminium und Kupfer wird heute oft ein zusätzlicher magnetischer Boden integriert, damit diese genutzt werden können. Sie können Ihre eigenen Töpfe und Pfannen testen, indem Sie einen Magneten an den Boden halten: Bleibt er kleben, ist das Kochgeschirr für den Induktionsherd geeignet. Bleibt er nicht kleben und Sie möchten sich nicht von Ihrem hochwertigen Kochgeschirr trennen, ist das Cerankochfeld die bessere Wahl.
Was gehört noch zur modernen Küchenausstattung?
Das moderne Ceranfeld ist nicht die einzige Veränderung, die Küchen in den letzten Jahren erlebt haben. Möchten Sie Ihrer Küche ein Upgrade verleihen, sollten Sie auch den Kauf anderer verbesserter Küchengeräte in Erwägung ziehen:
Backofen
Backöfen können heute weit mehr als nur mit Ober- und Unterhitze oder Umluft backen. Viele besitzen eine Dampffunktion zum schonenden Garen von Speisen und eine Dörrfunktion, mit der Sie Obst haltbar machen. Sehr praktisch ist die Selbstreinigung mittels Pyrolyse: Bei extrem hohen Temperaturen werden Schmutz und Fett zu feiner Asche verbrannt, die auf den Boden fällt. Sie müssen sie nur noch mit einem feuchten Tuch abwischen.
Mikrowelle
Der Mikrowellenherd hat sich zu einem Allrounder entwickelt, mit dem Sie sich zusätzliche Küchengeräte sparen. Neben seiner Grundfunktion - dem Erhitzen von Speisen - backt er Brötchen, Kuchen und sogar Pizza wie ein Umluftofen. Mit der Grillfunktion bereiten Sie Fleisch, Fisch und mehr zu und können auf den Tischgrill verzichten. Auch diese Geräte verfügen manchmal über eine Dampfgarfunktion.
Dunstabzugshaube
Eine moderne Dunstabzugshaube über Ihrem Ceranfeld bietet mehrere wichtige Funktionen für mehr Hygiene. Sie zieht die aufsteigenden Kochdämpfe sofort ab, ehe sie sich in der Küche (und dann in der ganzen Wohnung) ausbreiten können. Dies reduziert die Luftfeuchtigkeit in der Küche und die Fettablagerungen. Kochen Sie stark riechende Speisen wie Fisch, verhindert die Dunstabzugshaube, dass sich der Geruch überall ausbreitet und noch Stunden in der Luft hängt.
Eine weitere wichtige Unterstützung ist die integrierte Beleuchtung: Töpfe und Pfannen werden direkt von oben erhellt, sodass Sie stets alles im Blick haben. Abends erhellt sie den Raum energiesparsam und subtil.
Ceranfeld und Zubehör günstig online bestellen bei POCO
Wenn Sie Ihre Küche modernisieren möchten, finden Sie bei POCO eine große Auswahl an hochwertigen Küchengeräten zu günstigen Preisen. Freuen Sie sich auf ein modernes Cerankochfeld als Blickfang in der Küche mit einfacher Reinigung und vielfältigen Zusatzfunktionen. Ob autark oder in Kombination mit einem Backofen: Hier ist immer etwas Passendes für Sie dabei. Wählen Sie Ihr Wunschmodell und etwaiges Zubehör wie Schutzplatten und bestellen Sie alles bequem online!