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Terrassenplatten versiegeln – Schritt für Schritt erklärt

Flecken und unschöne Verfärbungen auf der Terrasse haben dank einer fachgerechten Versiegelung keine Chance. Lesen Sie jetzt, wie Sie Ihre Terrassenplatten versiegeln und was dabei zu beachten ist! Unsere einfache Anleitung erklärt Ihnen die wichtigsten Arbeitsschritte und gibt Ihnen nützliche Tipps für Ihr DIY-Projekt.

Terrassenplatten versiegeln oder imprägnieren?

Auf einer Terrasse aus Naturstein, Beton oder Pflastersteinen setzen sich gerne Schmutz und Moos fest. Die Materialien sind zwar robust, weisen aber offene Poren in ihrer rauen Oberfläche auf – das macht Terrassenplatten anfälliger für Flecken. Häufig besitzen Steinplatten bereits eine entsprechende Schutzschicht, damit sie nicht so schnell verschmutzen. Wenn das Baumaterial allerdings in der Herstellung noch keinen Oberflächenschutz erhalten hat oder die Terrasse schon älter ist, können Sie selbst nachhelfen.

Mit der richtigen Behandlung erleichtern Sie sich die Putzarbeit und schützen den Fußbodenbelag vor Verunreinigungen. Dabei stellt sich nur die Frage: Worin unterscheidet sich eine Versiegelung von der Imprägnierung und welche Methode ist besser? Die Übersicht im Folgenden zeigt die Unterschiede auf und informiert Sie über die jeweiligen Vor- und Nachteile.

Welches Plattenmaterial eignet sich für eine Versiegelung?

Grundsätzlich ist es gut möglich, alle Arten von Terrassenplatten zu versiegeln – insbesondere offenporige Natursteine wie Granit, Schiefer, Sandstein und Travertin profitieren von der Behandlung. Bedenken Sie allerdings, dass sich ein Versiegeln der Terrasse auf die Diffusionsfähigkeit des Materials auswirkt: Da die Schutzschicht undurchlässig für Wasserdampf ist, kann aufsteigende Feuchtigkeit nicht entweichen. Dadurch entstehen manchmal auffällige Wasserflecken und Ausblühungen. Bei kalten Temperaturen im Winter besteht zudem das Risiko von Frostschäden, wenn Nässe im Bodenbelag der Terrasse gefriert und die Platten aufsprengt.

Verzichten Sie daher auf eine versiegelnde Beschichtung, wenn Ihre Terrassenplatten auf einem feuchten Untergrund liegen. In diesem Fall empfiehlt sich eine Imprägnierung, die ebenfalls die Reinigung erleichtert.
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Terrassenplatten versiegeln: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Für eine Terrasse mittlerer Größe sind die Arbeiten an einem Wochenende erledigt: Die eigentliche Versiegelung nimmt nur wenige Stunden in Anspruch, hinzu kommt die Trockenzeit. Nehmen Sie sich das Projekt an trockenen Tagen vor, wenn die Sonne nicht allzu stark scheint. Außerdem ist es wichtig, dass keine Minusgrade herrschen.
Stellen Sie sich das notwendige Material und Werkzeug anhand folgender Liste zusammen:

Schritt 1: Vorbereitungen für die Versiegelung treffen

Sorgen Sie zunächst dafür, dass Sie überall an die Terrassenplatten herankommen. Räumen Sie die Terrasse frei von Ihren Gartenmöbeln und Pflanzkübeln. Schrauben Sie Geländer ab oder schützen Sie die vorhandenen Konstruktionen mit Abdeckplanen.

Schritt 2: Terrasse reinigen

Wenn es sich nicht um den Einbau fabrikneuer Terrassenplatten handelt, steht eine gründliche Reinigung an. Ein Boden-Grundreiniger für Steinböden entfernt Verschmutzungen effektiv und befreit die Platten auch von Kalk- und Rostansätzen. Wenn Sie einen Hochdruckreiniger für diese Aufgabe verwenden möchten, wählen Sie immer einen Bürstenaufsatz. Dieser reduziert den Wasserdruck und verhindert Beschädigungen. Falls die Terrasse mit Algen und Grünbelag besetzt ist, empfiehlt sich ein spezielles Reinigungsmittel. Warten Sie anschließend ab, bis der Boden vollständig getrocknet ist, und beginnen Sie erst am nächsten Tag mit der Versiegelung.
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Schritt 3: Versiegelungsmittel auftragen

Wählen Sie eine geeignete Versiegelung aus dem Baumarkt für Ihre Bodenplatten aus. Nehmen Sie sich eine Malerwalze zur Hand oder füllen Sie das Mittel leicht verdünnt in ein Drucksprühgerät. Ein Drucksprüher erspart Ihnen das Bücken, allerdings ermöglicht eine Malerwalze präziseres Arbeiten. Verreiben Sie Reste der Versiegelung mit einem Tuch auf den Steinen. Während der Trockenzeit ist es wichtig, dass Sie die Terrasse nicht betreten. Überlegen Sie sich vor der Versiegelung der Terrasse, in welcher Ecke Sie am besten beginnen und wo Sie wieder leicht ins Haus gelangen.

Schritt 4: Trockenzeit der Versiegelung abwarten

Eine neu versiegelte Terrasse ist erst nach 24 Stunden betretbar. Abhängig von der Wettervorhersage ist es sinnvoll, eine große Plane über die Terrasse zu spannen. Passen Sie auf, dass die Abdeckung nicht auf den Bodenplatten aufliegt.

Schritt 5: Terrasse einrichten

Sobald das Versiegelungsmittel den Herstellerhinweisen entsprechend getrocknet ist, steht Ihnen die Terrasse wieder zur Verfügung. Nehmen Sie die Plane ab und richten Sie Ihren Außenbereich ein.
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Terrassenfugen versiegeln: Worauf achten?

Beim Versiegeln der Terrassenplatten tragen Sie das Mittel gleich mit auf die Fugen auf. Wenn Sie allerdings nur die Fugen allein versiegeln möchten, verwenden Sie dafür einen Fugenfestiger. Tiefe Fugen füllen Sie mit sauberem Sand auf. Decken Sie die Bodenplatten ab, damit die Versiegelung nicht auf die Steine gelangt und dort glänzende Flecken hinterlässt. Durchfeuchten Sie die Fugen mit dem Fugenfestiger und lassen Sie das Mittel in Ruhe trocknen. In versiegelten Fugen kann kein Unkraut mehr heranwachsen und es entsteht weniger Pflegeaufwand.

Dank einer versiegelnden Schutzschicht ist die Reinigung Ihrer Terrassenplatten schnell erledigt – Spritzer vom Essen oder verschüttete Getränke wischen Sie einfach weg. Noch mehr Tipps zum Abdichten Ihrer Terrasse hält unser Ratgeber für Sie bereit.