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Backen ohne Butter: Welches Öl zum Backen am besten ist

Ob Raps-, Sonnenblumen- oder Kokosöl – es gibt verschiedene vegane Pflanzenöle, mit denen sich Butter beim Backen wunderbar ersetzen lässt. Dabei sind jedoch einige Punkte zu beachten, da Öl ein wenig anders im Teig wirkt als das Streichfett. Lesen Sie hier, welches Öl zum Backen geeignet ist und wann Sie Butter einfach gegen Öl austauschen können.
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Welches Öl ist zum Backen geeignet?

Speiseöle gibt es in vielen unterschiedlichen Sorten. Generell eignen sich nahezu alle Öle für Backrezepte. Jetzt kommt allerdings das große Aber: Einige Öle haben einen intensiven Eigengeschmack, der sich im Kuchen herausschmecken lässt. Aus diesem einfachen Grund empfiehlt sich in erster Linie ein raffiniertes, neutrales Öl zum Backen, sofern es um Käsekuchen und dergleichen geht. Eine Focaccia mundet dagegen himmlisch, wenn Sie das Brot mit Olivenöl zubereiten.
Mit diesen Ölen liegen Sie beim Backen goldrichtig:
  • Rapsöl
  • Sonnenblumenöl
  • Kokosöl
  • Keimöl
  • Albaöl
  • Olivenöl (eher für herzhafte Backrezepte)

Wann kann ich beim Backen Butter ersetzen?

Jede Backzutat erfüllt im Teig einen Zweck. Ein wesentlicher Bestandteil von Kuchenrezepten ist Butter, die bekanntlich aus Fett besteht. Fett sorgt für einen guten Geschmack und macht die Masse geschmeidig. Je nach Temperatur – ob kalte, weiche oder geschmolzene Butter – gibt das Fett die jeweiligen Eigenschaften an den Teig weiter. Mit kalter Butter lassen sich beispielsweise leckere Streusel formen.

Wenn Sie fix einen Kuchen backen möchten und gerade keine Butter im Kühlschrank haben, haben wir einen einfachen Trick für Sie: Sie können die meisten Backrezepte mit Öl statt Butter backen. Es gibt aber auch verschiedene Gründe, auf Butter beim Backen zu verzichten. Bei veganen Backrezepten stehen tierische Fette bestimmt nicht auf der Zutatenliste. Butter ist darüber hinaus sehr kalorienreich und weist nicht gerade die beste Fettsäureverteilung auf. Einige Speiseöle gelten daher als gesunde Alternative beim Backen.

Für den Fettanteil im Kuchen genügt in der Regel ein beliebiges Speiseöl – ob Sie nun einen Hefeteig oder Rührkuchen zubereiten. Je nach Rezept funktioniert das Backen mit Öl statt Butter allerdings mehr oder weniger gut. Pflanzenöl bringt spezifische Back- und Kocheigenschaften mit sich – es fehlt dem Öl am Buttergeschmack und es ist flüssiger. Daher empfiehlt sich beispielsweise für Streusel und Buttercreme eine pflanzliche Margarine besser als Öl.
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Backen mit Öl statt Butter: Rapsöl zum Backen

Raps gehört zu den wichtigsten Ölpflanzen in Deutschland. Da sich Rapsöl vielseitig in der Küche verwenden lässt, ist das Speiseöl eine beliebte Zutat – ob für Salatdressings, beim Braten in der Pfanne oder auch im Kuchenteig. Rapsöl ist rein pflanzlich und besteht aus Rapssamen, die viele ungesättigte Fettsäuren enthalten.

Beim Backen mit Öl kommt so mancher Hobbybäcker auf den Geschmack: Rapsöl und andere Pflanzenöle machen den Teig schön fluffig. Das Gebäck bleibt auch gekühlt angenehm weich, da Öl im Kühlschrank weniger aushärtet als Butter. Speiseöl ist zudem die perfekte Wahl für vegane und laktosefreie Speisen.

Öl zum Backen verwenden: 3 Tipps

Welches Öl zum Backen geeignet ist und den Teig geschmacklich verfeinert – bei diesen Fragen kommt es auf die Backwaren an. Falls Sie dem Kuchen eine exotische Note geben möchten, greifen Sie zu Kokosfett. Brotteige mit Olivenöl sind köstlich für mediterrane Gerichte. Geschmacksneutrale Öle sind wiederum ideal, wenn die Zutat nicht herausstechen soll. Daneben sind diese Tipps fürs Backen ohne Butter hilfreich:
  1. Wenn Sie mit Öl statt Butter backen, ist ein Umrechnen nötig. Denn Butter enthält neben Fett Wasser. Der Wassergehalt liegt je nach Buttersorte bei bis zu 16 Prozent. Daher ersetzen Sie beispielsweise 100 Gramm Butter durch 80 Gramm Öl und 20 Gramm Flüssigkeit. Welche Flüssigkeit infrage kommt, hängt vom Rezept ab. Das kann Milch, ein Pflanzendrink, Wasser oder auch Apfelmus sein. 80 Gramm flüssiges Fett entsprechen nicht zwangsläufig 80 Millilitern. Nehmen Sie sich eine Küchenwaage zur Hand, um das Öl richtig abzumessen.
  2. Berücksichtigen Sie bei der Wahl des Pflanzenöls die Temperatur beim Backen. Nicht jedes Öl lässt sich bei hohen Temperaturen backen. Als Faustregel gilt hier, dass raffinierte Öle generell weniger hitzeempfindlich sind als kaltgepresste Öle. So verträgt kaltgepresstes Leinöl keine Hitze, da sonst schädliche Transfettsäuren entstehen können.
  3. Verzichten Sie bewusst auf tierische Produkte in Ihrer Ernährung, setzen Sie auf vegane Rezepte. Diese Backrezepte sind mehrfach erprobt und enthalten von vorneherein pflanzliche Margarine oder Öl statt Butter.
Gut zu wissen: Sie möchten sowohl Butter als auch Öl beim Backen ersetzen? Gesunde Alternativen sind Avocado, reife Bananen und Nussmus. Durch diese Lebensmittel lassen sich Fette und Öle immerhin zum Teil in vielen Backrezepten austauschen.

Butter als Öl-Ersatz beim Backen

Es geht logischerweise auch andersherum: Je nach Rezept besteht die Möglichkeit, beim Backen Öl durch Butter zu ersetzen. Denken Sie daran, die Mengen entsprechend umzurechnen. Doch nicht jeder Teig gelingt mit Butter: Bei einem Quark-Öl-Teig kommen Sie beispielsweise nicht um das Speiseöl herum, da es dem Teig die gewünschte Konsistenz verleiht. Verwenden Sie stattdessen lieber ein anderes Rezept für Ihren Kuchenteig mit Butter.