
Laminat-Nutzungsklasse: Wie Sie die richtige Ausführung finden
Die Anforderungen an einen Bodenbelag sind unterschiedlich, je nachdem, wo er liegt. Kein Wunder: Während in Flur und Wohnzimmer mehr los ist, wird das Schlafzimmer deutlich seltener betreten. Für lange Freude an einem Laminat ist die Nutzungsklasse deshalb ein wichtiges Kriterium beim Kauf. Was diese bedeutet, lesen Sie hier.
Inhaltsverzeichnis
Der Unterschied zwischen Abriebklasse und Nutzungsklasse
Manchmal sind bei Laminat eine Nutzungsklasse und eine Abriebklasse angegeben. Das sorgt für Verwirrung – denn ist das nicht das Gleiche? Nicht ganz: Die Abriebklasse bezieht sich nur auf die oberste Schicht, die aus Melaminharz gefertigt ist. Die Nutzungsklasse bezieht sich auf die Robustheit der gesamten Paneele von der Deckschicht über die Trägerplatte bis zum Gegenzug. Heißt: Die Abriebfestigkeit ist automatisch hoch genug, wenn die Nutzungsklasse stimmt.
Eine höhere Nutzungsklasse setzt auch eine größere Dicke der Dielen voraus, um die entsprechende Stabilität zu gewährleisten. Das bedeutet aber nicht, dass dickes Laminat automatisch eine hohe Nutzungsklasse hat. Sie kann niedriger sein, wenn die Deckschicht nicht so robust ist.
Übrigens: Die Stärke des Materials spielt beim Einsatz eines Laminatschneiders eine Rolle, da nicht alle Modelle jede Dicke schaffen. Welche weiteren Vorteile und Nachteile die verschiedenen Werkzeuge haben, lesen Sie in unserem Ratgeber zum Thema Schneiden von Laminat. Und eine Anleitung samt Tipps zur Verlegung finden Sie hier.
Eine höhere Nutzungsklasse setzt auch eine größere Dicke der Dielen voraus, um die entsprechende Stabilität zu gewährleisten. Das bedeutet aber nicht, dass dickes Laminat automatisch eine hohe Nutzungsklasse hat. Sie kann niedriger sein, wenn die Deckschicht nicht so robust ist.
Übrigens: Die Stärke des Materials spielt beim Einsatz eines Laminatschneiders eine Rolle, da nicht alle Modelle jede Dicke schaffen. Welche weiteren Vorteile und Nachteile die verschiedenen Werkzeuge haben, lesen Sie in unserem Ratgeber zum Thema Schneiden von Laminat. Und eine Anleitung samt Tipps zur Verlegung finden Sie hier.
Laminat-Nutzungsklassen: So sind die Zahlen aufgebaut
Die Laminat-Nutzungsklasse besteht immer aus zwei Ziffern. Manchmal ist zusätzlich ein „NK“ vorangestellt. Die erste Ziffer gibt die sogenannte Beanspruchungsklasse an. Hier gibt es zwei Möglichkeiten: 2 steht für die private Nutzung, 3 für die gewerbliche Nutzung. 4 gibt es ebenfalls – für spezielles Industrielaminat.
Die zweite Ziffer zeigt die genaue Höhe der möglichen Beanspruchung. 1 steht für mäßige, 2 für mittlere und 3 für eine starke Beanspruchung. Was bedeutet das? Ausschlaggebend ist vor allem, wie häufig jemand über den Boden geht. Im Flur oder im Wohnzimmer sind die Anforderungen höher als im Schlafzimmer.
Die zweite Ziffer zeigt die genaue Höhe der möglichen Beanspruchung. 1 steht für mäßige, 2 für mittlere und 3 für eine starke Beanspruchung. Was bedeutet das? Ausschlaggebend ist vor allem, wie häufig jemand über den Boden geht. Im Flur oder im Wohnzimmer sind die Anforderungen höher als im Schlafzimmer.
Laminat-Nutzungsklasse: Tabelle für den schnellen Überblick
Sie möchten wissen, welches Laminat Sie mindestens brauchen? Wir haben Ihnen eine praktische Tabelle zusammengestellt.

Generell geht der Trend dahin, in Privatwohnungen Laminat mit „gewerblichen“ Nutzungsklassen zu verlegen. Dieses wird verstärkt angeboten, die privaten Nutzungsklassen 21 und 22 sind selten geworden. Wenn Sie beispielsweise ein Laminat für mittlere Beanspruchung für Ihr Wohnzimmer suchen, eignet sich die gewerbliche Nutzungsklasse 32 (oder höher). Diese stellt das Gegenstück zur privaten Nutzungsklasse 22 dar.
Mit einer geeigneten Nutzungsklasse beugen Sie einem vorzeitigen Verschleiß vor. So ist Laminat höherer Klassen weniger kratzempfindlich. Vollkommen geschützt gegen Kratzer und Missgeschicke ist jedoch keine Variante. Ihr Boden ist beschädigt? Wann und wie eine Reparatur möglich ist, lesen Sie hier.
Mit einer geeigneten Nutzungsklasse beugen Sie einem vorzeitigen Verschleiß vor. So ist Laminat höherer Klassen weniger kratzempfindlich. Vollkommen geschützt gegen Kratzer und Missgeschicke ist jedoch keine Variante. Ihr Boden ist beschädigt? Wann und wie eine Reparatur möglich ist, lesen Sie hier.
Sonderfall wasserfestes Laminat für Feuchträume
Für das Badezimmer eignet sich normales Laminat nicht, unabhängig von der sonstigen Robustheit. Hier kommt ein spezielles Feuchtraum-Laminat zum Einsatz. Es besitzt eine Trägerplatte mit einer sehr geringen Quellfähigkeit von nur fünf Prozent. Es gibt jedoch noch eine Alternative zu dem vergleichsweise teuren Feuchtraum-Laminat: Vinyl-Auslegware in Holz- oder Steinoptik, die von Haus aus wasserfest ist.
Die Empfindlichkeit gegenüber Wasser ist auch bei der Pflege von Laminat wichtig. Aber keine Sorge – mit den richtigen Tricks lassen sich sogar Flecken entfernen. Wie, das verrät Ihnen unser Ratgeber zur Laminat-Reinigung.
Die Empfindlichkeit gegenüber Wasser ist auch bei der Pflege von Laminat wichtig. Aber keine Sorge – mit den richtigen Tricks lassen sich sogar Flecken entfernen. Wie, das verrät Ihnen unser Ratgeber zur Laminat-Reinigung.