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Küche abbauen - so funktioniert es reibungslos
Der Selbstabbau einer gebrauchten Küche spart das Geld für die Handwerker, bedeutet aber auch einiges an Aufwand. Lesen Sie hier, wie Sie Ihre Küche richtig abbauen und welche Reihenfolge dabei am besten ist. Packen Sie‘s an!
Inhaltsverzeichnis
Küche abbauen: Was ist zu beachten?
Abschnitt überspringenFür den Abbau der Küchenmöbel gibt es verschiedenste Anlässe. Sie haben sich eine neue Küche gegönnt, möchten die Wände streichen oder Ihre Schränke renovieren? Was immer Sie vorhaben: Wenn Sie Ihre Küche abbauen, gibt es einige wichtige Punkte zu berücksichtigen. Bevor Sie mit Schraubenzieher und Hammer ans Werk gehen, machen Sie sich ein paar Gedanken zu diesen Fragen:
- Planen Sie eine Entsorgung der alten Küche oder möchten Sie die gebrauchten Möbel verkaufen bzw. spenden? Wenn die Küche noch in Ordnung ist, freut sich bestimmt jemand anderes darüber. Nehmen Sie den Abbau in diesem Fall behutsam vor, damit nichts kaputt geht.
- Wo sollen die Küchenmöbel bis zum Wiederaufbau zwischenlagern? Eine demontierte Küche nimmt einiges an Stellfläche in Anspruch. Suchen Sie sich dafür einen trockenen, witterungsgeschützten Ort aus. Nässe kann insbesondere Holzmöbeln schnell zusetzen.
- Haben Sie ausreichend Materialien für Lagerung und Transport im Haus? Empfindliche Fronten wickeln Sie am besten ein, damit keine Kratzer entstehen. Dafür eignen sich zum Beispiel Luftpolsterfolien und Packdecken.
- Bauen Sie nur die Möbel oder auch die Elektrogeräte ab? Den Herd sollte ausschließlich ein Elektriker vom Stromnetz nehmen, da sonst die Unfallgefahr sehr hoch ist.
- Bleibt Ihnen genug Zeit, bis die neue Küche mit der Spedition ankommt? Rechnen Sie für den Abbau vorsichtshalber einen Tag extra ein – manchmal kann es länger dauern.

Küche abbauen: Anleitung in 5 Schritten
Wie Sie Ihre Küche abbauen und welche Reihenfolge sich dabei bewährt hat: Mit unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung gehen Sie die Aufgabe richtig an!
Schritt 1: Raus mit Vorräten, Pfannen und Tellern
Das gute Geschirr im Küchenschrank über die Treppe nach unten in den Keller zu transportieren, ist nicht die beste Idee. Nehmen Sie sich daher die Zeit und räumen Sie die Küchenmöbel komplett aus. Montieren Sie außerdem Türen, Griffe und Einlegeböden ab.
Schritt 2: Strom und Wasser ab-/ausstellen
Drehen Sie den Hauptwasserhahn ab und schließen Sie die Eckventile unter der Spüle. Öffnen Sie die Küchenmischbatterie, sodass die Armatur leerläuft. Schalten Sie außerdem die Sicherungen für die Küche aus.
Schritt 3: Hängeschränke abbauen
Starten Sie den Selbstabbau mit den oberen Schränken. Nehmen Sie sich dafür eine Leiter zu Hilfe und erledigen Sie die Arbeit besser zu zweit. Entfernen Sie außerdem die Dübel, falls die Möbel nicht wieder an gleicher Stelle an die Wand kommen.
Schritt 4: Elektrogeräte ausbauen
Ziehen Sie erst die Stecker der Geräte aus den Steckdosen, bevor Sie mit dem Ausbau weitermachen. Entfernen Sie Silikondichtungen um das Kochfeld mit einem scharfen Cuttermesser. Lösen Sie auch die Arbeitsplatte von der Wand, um an die Rückseite vom Herd zu gelangen. Umwickeln Sie das Starkstromkabel mit einem Isolierband.
Wichtig: Beauftragen Sie zur Sicherheit eine Elektrikerfirma, die den alten Backofen abklemmt. Der Fachmann kann sich auch um den Anschluss des neuen Geräts kümmern.
Wichtig: Beauftragen Sie zur Sicherheit eine Elektrikerfirma, die den alten Backofen abklemmt. Der Fachmann kann sich auch um den Anschluss des neuen Geräts kümmern.
Schritt 5: Unterschränke demontieren
Nehmen Sie die Sockelleiste der Küchenschränke ab und lösen Sie die Verbindungen zwischen den Elementen. Dann ziehen Sie die Schränke einzeln nach vorne heraus.
Küchen abbauen und wieder aufbauen: 3 gute Tipps
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Sie nehmen Ihre Küche beim Umzug in die neue Wohnung mit oder planen eine große Renovierung Ihrer vier Wände? Dann beherzigen Sie diese drei Tipps für mehr Spaß beim Heimwerken und Verschönern:
- Markieren Sie beim Abbau die Einzelteile Ihrer Küche, damit später alles wieder zusammenpasst. Nummerieren Sie dafür die Bestandteile und fertigen Sie eine Skizze an. Das erleichtert Ihnen den Wiederaufbau ungemein.
- Wenn Sie die Küche abbauen, können Sie Ihre Möbel gleich noch gründlich putzen. Jetzt kommen Sie sogar an Stellen und Kanten, die sonst schwer oder gar nicht erreichbar sind.
- Denken Sie daran, dass Kühlschrank und Tiefkühler ohne Strom nur für wenige Stunden kalt bleiben. Stellen Sie die Geräte daher besser neben einer Steckdose auf, bis sie in die fertige Küche einziehen dürfen.