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Markise reinigen: Tipps für die Pflege des Sonnenschutzes

Im Laufe der Jahre macht eine Markise einiges mit: Regentropfen, aber auch herabfallende Blätter und Staub hinterlassen ihre Spuren. Manchmal bilden sich zudem Stockflecken oder ein grüner Belag. Was tun – die Bespannung ersetzen? Bevor Sie sich in möglicherweise unnötige Ausgaben stürzen, lohnt es sich, die Markise zu reinigen. Eine regelmäßige Pflege verhindert auch, dass sich der Schmutz zu stark festsetzt. Wie Sie den Markisenstoff reinigen und das Gestell säubern, erfahren Sie hier.

Denken Sie an die Sicherheit, wenn Sie die Markise reinigen. Eine standfeste Leiter ist Pflicht. Auf Balkonen sollten Sie jedoch nicht auf einer Leiter arbeiten – hier besteht Absturzgefahr! Um das Tuch trotzdem zu erreichen, können Sie beispielsweise die Neigung der Markise verstellen und mit Bürsten mit Stiel arbeiten. Funktioniert das nicht, montieren Sie den Sonnenschutz ab. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, Fachleute zu beauftragen.

Schmutzige Markise reinigen: Anleitung Schritt für Schritt

Auf dem Weg zur sauberen Markise gehen Sie am besten der Reihe nach vor. Zuerst säubern Sie den Stoff trocken, danach nass. Zu guter Letzt kümmern Sie sich um das Gestell.
  • Um Staub, Pollen, Laub und anderen lockeren Schmutz zu entfernen, nehmen Sie einen weichen Besen oder eine Bürste.
  • Danach wischen Sie oberflächlichen, aber festsitzenden Schmutz mit einem feuchten Tuch ab. Sehr gut eignen sich Mikrofasertücher.
  • Für eine intensive Nassreinigung lösen Sie Flüssigwaschmittel in Wasser auf. Verwenden Sie bei farbigen Markisen ein Colorwaschmittel, damit die Farben nicht ausbleichen. Bearbeiten Sie die Oberfläche mithilfe eines Schwamms oder einer Autowaschbürste.
  • Stärkere Flecken weichen Sie am besten zuerst mit der Waschlauge ein. Damit diese einwirkt, tränken Sie Papiertücher damit und legen diese auf den Stoff. Diese Methode führt nicht zum Erfolg? Dann bleiben noch Spezialmittel und Hausmittel, um die Markise zu reinigen. Was bei welchen Flecken funktioniert, lesen Sie weiter unten.
  • Nach der Nassreinigung der Bespannung spülen Sie mit klarem Wasser nach und lassen den Stoff komplett trocknen. Wichtig: Verwenden Sie keinen Hochdruckreiniger, um die Markise abzuspritzen, da diese den Stoff oder sogar das Gestänge beschädigt.
  • Das Gestell der Markise reinigen Sie mit Wasser plus Handspülmittel, Neutralreiniger oder milder Seife. Verwenden Sie keine aggressiven oder sauren Mittel wie Essigreiniger. Diese greifen den Lack und/oder das Metall an.
Die Markise ist jetzt sauber. Allerdings leiden unter einer intensiven Reinigung auch die wasser- und schmutzabweisenden Eigenschaften der Bespannung. Erfahren Sie, wie Sie die Imprägnierung der Markise auffrischen.

Ihnen sind bei der Reinigung kleine Macken aufgefallen, etwa ein Riss im Stoff oder eine quietschende Mechanik? Wie Sie diese beheben, verrät Ihnen unser Artikel zur Reparatur von Markisen.
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Schwierige Flecken: Womit bekomme ich Markisen sauber?

Manche Flecken sind besonders hartnäckig und gehen nicht weg, wenn Sie auf normale Weise die Markise reinigen. Dazu gehören etwa Stockflecken, grüne Verfärbungen sowie Vogelkot. Aber mit den richtigen Tricks verschwinden diese ebenfalls.
Probieren Sie Hausmittel und Spezialreiniger zuerst an einer unauffälligen Stelle aus. Achten Sie dabei auf die gleiche Einwirkzeit bei der späteren Reinigung. Bleichende Mittel beispielsweise entwickeln diese Wirkung erst nach einer gewissen Zeit.
  • Stockflecken: Dabei handelt es sich genau genommen um Schimmel. Sind die Flecken nicht zu stark, kann eine Paste aus Wasser und Backpulver helfen. Streichen Sie die Stockflecken damit ein und warten Sie eine halbe Stunde. Hilft das nicht, verwenden Sie einen Schimmelentferner. Bei farbigen Markisen ist bei beiden Methoden Vorsicht geboten, da der Stoff ausbleichen kann. Lesen Sie bei Schimmelentfernern die Hinweise des Herstellers bezüglich der Bleichwirkung.
  • Grüner Belag: Sie haben die Markise gereinigt, doch der „Grünspan“ bleibt? Der grüne Belag an Markisen besteht aus Algen. Manchmal lässt er sich mithilfe einer Waschsoda-Lauge entfernen. Klappt es damit nicht, muss ein spezieller Grünbelagentferner für Markisen ran. Hier gilt wieder das Gleiche wie bei Schimmelentfernern: Achten Sie darauf, wie aggressiv das Mittel ist.
  • Vogelkot: Das meiste geht normalerweise bei der gründlichen Trockenreinigung weg. Bürsten Sie den Dreck so weit wie möglich aus dem Stoff. Bleiben nach der normalen Nassreinigung mit Flüssigwaschmittel noch Spuren übrig, greifen Sie zu Essigwasser oder Gallseife. Damit beides lange genug einwirkt, legen Sie damit angefeuchtete Papiertücher auf den Fleck.
Wenn Sie die Markise reinigen und Hausmittel oder Spezialreiniger verwenden, spülen Sie immer mit klarem Wasser nach. Vor allem bei aggressiveren Substanzen sollten keine Reste im Stoff bleiben.

Fachleute beauftragen: Wer reinigt Markisen professionell?

Manchmal ist es recht schwierig, eine Markise zu reinigen. Beispielsweise, weil diese sehr groß ist oder sich auf dem Balkon befindet und sich nicht abmontieren lässt. Dann ist es oft am besten, sich an Profis zu wenden. Die richtigen Ansprechpartner sind in diesem Fall Gebäudereiniger.

Wie viel das Ganze kostet? Das hängt von der Größe der Markise, dem Grad der Verschmutzung und der Reinigungsmethode ab. Außerdem spielt es eine Rolle, ob danach noch eine Imprägnierung notwendig ist. Deshalb lässt sich diese Frage nur im Einzelfall beantworten. Um keine Überraschungen zu erleben, gilt: Verlangen Sie einen Kostenvoranschlag, bevor Sie die Markise reinigen lassen.