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Parkett-Ratgeber: Alles zum klassischen Bodenbelag
Parkett wirkt elegant, ist wohnlich und vergleichsweise leicht zu reinigen. Also eine Summe von Pluspunkten. Kein Wunder, dass es schon seit dem 16. Jahrhundert ein beliebter Bodenbelag ist. Eine Renovierung steht an und Sie liebäugeln mit Parkett? Die Unterschiede bei der Optik, der Lebensdauer und beim Preis sind groß. Hier erfahren Sie mehr zum Thema Parkett: Worauf Sie achten sollten beim Kauf, welche Vorteile und Nachteile es hat und mehr.
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Die Basics: Was ist Parkett eigentlich?
Parkett bezeichnet einen Boden mit einer Nutzschicht aus gewachsenem Echtholz – oder einen, der vollständig daraus besteht.
Allerdings ist nicht jeder Holzboden gleichzeitig ein Parkettboden. Es gibt auch noch den Dielenboden. Bei diesem ruhen lange Holzdielen auf einer Unterkonstruktion aus Balken und/oder Latten. Zwischen den Dielen ist eine offene, deutlich sichtbare Fuge. Zudem sind diese einfachen Holzböden normalerweise weder lackiert noch poliert, sondern lediglich geölt oder gewachst. Sie besitzen eine eher rustikale Ausstrahlung. Heute sind sie jedoch nur noch selten zu finden. Wenn, dann vor allem in Altbauten.
Der Parkettboden weist eine deutlich feinere Optik auf. Die Fugen sind hier geschlossen und schmalere und kürzere Holzelemente bilden eine strukturierte Oberfläche. Dabei gibt es eine wesentlich größere Anzahl an Varianten als bei den einfachen Dielenböden. Soll das Parkett sehr edel erscheinen, wird es lackiert. Wachsen und Ölen sorgen für eine natürliche Ausstrahlung.
Parkett lässt sich durch Abschleifen der Nutzschicht auffrischen. Wie oft, das hängt von der Art ab.
Allerdings ist nicht jeder Holzboden gleichzeitig ein Parkettboden. Es gibt auch noch den Dielenboden. Bei diesem ruhen lange Holzdielen auf einer Unterkonstruktion aus Balken und/oder Latten. Zwischen den Dielen ist eine offene, deutlich sichtbare Fuge. Zudem sind diese einfachen Holzböden normalerweise weder lackiert noch poliert, sondern lediglich geölt oder gewachst. Sie besitzen eine eher rustikale Ausstrahlung. Heute sind sie jedoch nur noch selten zu finden. Wenn, dann vor allem in Altbauten.
Der Parkettboden weist eine deutlich feinere Optik auf. Die Fugen sind hier geschlossen und schmalere und kürzere Holzelemente bilden eine strukturierte Oberfläche. Dabei gibt es eine wesentlich größere Anzahl an Varianten als bei den einfachen Dielenböden. Soll das Parkett sehr edel erscheinen, wird es lackiert. Wachsen und Ölen sorgen für eine natürliche Ausstrahlung.
Parkett lässt sich durch Abschleifen der Nutzschicht auffrischen. Wie oft, das hängt von der Art ab.

Der Aufbau: Welche Parkettarten gibt es?
Abschnitt überspringenBei Parkett sind die Unterschiede groß. Beispielsweise beim Aufbau: Es ist heutzutage als Massivparkett, als zweischichtiges Parkett und als dreischichtiges Parkett erhältlich.

Massivparkett setzt sich aus Elementen aus Vollholz mit einer Dicke von meist acht bis 16 Millimetern zusammen. Je nach Ausführung bestehen diese aus einem einzigen Stück Holz oder aus mehreren, aneinandergeleimten Stücken. Massivparkett wird grundsätzlich fest mit dem Untergrund verklebt. Sein Vorteil: Da es komplett aus gewachsenem Holz gefertigt ist, lässt es sich etliche Male abschleifen [Link zu Schleifen]. Dadurch hält es viele Jahrzehnte.

Zweischichtiges Parkett hat eine Nutzschicht mit fünf bis sechs Millimetern aus Massivholz sowie einer Trägerplatte. Sie besteht in der Regel aus Sperrholz oder aus hochverdichteten Holzfasern (HDF-Platte). Diese Art von Parkett ist günstiger. Ein weiterer Vorteil resultiert daraus, dass es bei Schwankungen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit weniger arbeitet. Dieses Parkett lässt sich ebenfalls nur vollflächig verkleben. Abschleifen ist problemlos möglich – aber nicht so oft wie beim Massivparkett.

Bei dreischichtigem Parkett ist die Nutzschicht 2,5 bis vier Millimetern stark. Darunter befindet sich eine HDF-Platte. Die Unterseite besteht aus einem Gegenzug. Dieser stabilisiert das Ganze, sodass sich das Parkett schwimmend verlegen lässt. Fertigparkett können Sie aufgrund der relativ dünnen Nutzschicht jedoch maximal zwei- bis dreimal abschleifen. Eine besonders günstige Variante, Furnierparkett mit einer Nutzschicht von 0,5 bis einem Millimeter, ist nicht schleifbar.
Dreischicht-Parkett wird heute oft als Fertigparkett bezeichnet. Das liegt daran, dass diese Spielart meist schon ab Werk eine versiegelte Oberfläche hat. Die anderen Varianten müssen nach der Verlegung noch angeschliffen und versiegelt werden. Fertigparkett lässt sich dagegen ähnlich leicht installieren wie Laminat. Der Unterschied zu Letzterem besteht darin, dass es eine Oberfläche aus Echtholz hat.
Welche Variante ist die beste?
Möchten Sie den Boden sehr lange nutzen, ist die wichtigste Frage bei Parkett: Wie viel Nutzschicht hat es? Ein Massivparkett kann theoretisch so lange halten wie ein Haus. Zweischichtparkett spielt seine Vorteile bei stärker schwankendem Raumklima aus. Für Fertigparkett spricht, dass es sich am einfachsten selbst verlegen lässt.
Parkett verlegen: Alles über Verlegemuster, Richtung, Untergrund und mehr
Parkett schleifen: Wann der Boden geschliffen werden muss – und wie es funktioniert
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Holzarten: Woraus besteht Parkett?
Abschnitt überspringenParkett besteht üblicherweise Hartholz, also dem Holz von Laubbäumen. Nadelhölzer wie Fichte sind weich und arbeiten stark. Sie kommen bei einfachen Dielenböden zum Einsatz.
Jede Holzart bringt eine spezifische Maserung mit, die die Ausstrahlung maßgeblich beeinflusst. Im Naturzustand haben die Hölzer darüber hinaus charakteristische Färbungen. Zu den beliebtesten Hölzern für Parkett in Deutschland gehören:
Jede Holzart bringt eine spezifische Maserung mit, die die Ausstrahlung maßgeblich beeinflusst. Im Naturzustand haben die Hölzer darüber hinaus charakteristische Färbungen. Zu den beliebtesten Hölzern für Parkett in Deutschland gehören:

Es kommen noch viele weitere Hölzer für Parkett infrage: beispielsweise Olivenholz. Weil es aus dem Mittelmeerraum stammt, verbreitet es eine gewisse Urlaubsatmosphäre. Daneben gibt es exotische Hölzer, etwa Wenge, das sich durch seine tiefbraune bis fast schwarze Farbe auszeichnet.
Außerdem erhalten Sie alle diese Hölzer nicht nur im „Naturzustand“, sondern auch in ausgefeilten Finishes. Ein Beispiel ist weiß gebeizte Eiche. Übrigens: Der Farbton von altem Parkett lässt sich ändern.
Die Holzart hat großen Einfluss auf die Atmosphäre im Raum. So wirkt ein heller Ahorn-Boden frisch und unkompliziert. Dunkles Nussbaum-Parkett erscheint besonders edel und gemütlich. Ein weiteres Kriterium ist, dass sich bestimmte Hölzer besser für eine Fußbodenheizung eignen als andere.
Außerdem erhalten Sie alle diese Hölzer nicht nur im „Naturzustand“, sondern auch in ausgefeilten Finishes. Ein Beispiel ist weiß gebeizte Eiche. Übrigens: Der Farbton von altem Parkett lässt sich ändern.
Die Holzart hat großen Einfluss auf die Atmosphäre im Raum. So wirkt ein heller Ahorn-Boden frisch und unkompliziert. Dunkles Nussbaum-Parkett erscheint besonders edel und gemütlich. Ein weiteres Kriterium ist, dass sich bestimmte Hölzer besser für eine Fußbodenheizung eignen als andere.
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Welche Vorteile und Nachteile hat Parkett?
Zu den Vorteilen von Parkett gehört vor allem die natürliche, hochwertige Optik. Zudem ist es für einen Hartboden relativ fußwarm. Aufgrund der großen Auswahl an Hölzern und Verlegemustern ist eine individuelle Gestaltung von Räumen möglich. Parkett gibt es für jeden Geschmack, von rustikal bis hochelegant. Pflegeleicht sind die Holzböden ebenfalls, sofern Sie einige Grundregeln beachten. Als Naturmaterial ist Parkett ökologisch und nachhaltig. Die Lebensdauer ist hoch bis sehr hoch.
Doch hat Parkett auch Nachteile? Im Durchschnitt fallen die Kosten höher aus als bei anderen Bodenbelägen. Die Preisspanne ist jedoch relativ groß. Wie jedes Echtholz ist es kratzempfindlich. Wie stark, hängt von der Holzart und der Behandlung der Oberfläche ab. Ein weiterer Minuspunkt ist, dass es sich durch Sonnenlicht verfärben kann. Dabei werden helle Hölzer dunkler, dunkle Hölzer heller.
Parkett ölen, wachsen & lackieren: Wissenswertes zur Behandlung der Oberfläche
Parkett reinigen: Tipps & Tricks zur Pflege hochwertiger Holzböden
Doch hat Parkett auch Nachteile? Im Durchschnitt fallen die Kosten höher aus als bei anderen Bodenbelägen. Die Preisspanne ist jedoch relativ groß. Wie jedes Echtholz ist es kratzempfindlich. Wie stark, hängt von der Holzart und der Behandlung der Oberfläche ab. Ein weiterer Minuspunkt ist, dass es sich durch Sonnenlicht verfärben kann. Dabei werden helle Hölzer dunkler, dunkle Hölzer heller.
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Preisspanne: Wie viel kostet Parkett?
Aufgrund der großen Auswahl an unterschiedlichen Hölzern, Stärken und Qualitäten lassen sich die Kosten nur grob angeben. Für das Parkett selbst, ohne Verlegung und zusätzliches Material, können Sie mit folgenden Preisen rechnen:
Es empfiehlt sich, Massivparkett und Zweischichtparkett durch Fachleute verlegen zu lassen. Damit kommen noch einmal durchschnittlich 40 Euro pro Quadratmeter hinzu.
Fertigparkett lässt sich dagegen relativ einfach selbst verlegen. Dabei werden zwar weitere Kosten für Material wie Trittschalldämmung und Werkzeug fällig. Die Gesamtkosten liegen aber immer noch deutlich unter dem von Massivparkett plus Kosten für einen Bodenleger. Ein schwimmend verlegtes Parkett lässt sich zudem leicht demontieren. Einen verklebten Holzboden zu entfernen, ist wesentlich aufwendiger.
- Massivparkett: 20 bis 200 €/qm
- Zweischichtparkett: 35 bis 200 €/qm
- Dreischichtparkett/Fertigparkett: 20 bis 80 €/qm
Es empfiehlt sich, Massivparkett und Zweischichtparkett durch Fachleute verlegen zu lassen. Damit kommen noch einmal durchschnittlich 40 Euro pro Quadratmeter hinzu.
Fertigparkett lässt sich dagegen relativ einfach selbst verlegen. Dabei werden zwar weitere Kosten für Material wie Trittschalldämmung und Werkzeug fällig. Die Gesamtkosten liegen aber immer noch deutlich unter dem von Massivparkett plus Kosten für einen Bodenleger. Ein schwimmend verlegtes Parkett lässt sich zudem leicht demontieren. Einen verklebten Holzboden zu entfernen, ist wesentlich aufwendiger.
Weitere häufige Fragen rund um Parkett
Sie haben noch Fragen? Einige tauchen immer wieder auf – wir haben diese gesammelt und beantworten sie im Folgenden.
Woran erkennt man Parkett?
Parkett ist auf den ersten Blick leicht mit Laminat zu verwechseln. Der Unterschied wird vor allem aus der Nähe deutlich. Bei genauem Hinsehen schimmert die Oberfläche aus Echtholz dezent. Der Effekt erinnert etwas an eine Perle. Besonders klar zeigt sich der Unterschied bei hellen Hölzern wie Ahorn und Buche.
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Warum knarrt das Parkett?
Wenn das Parkett knarrt, liegt das in der Regel daran, dass das Holz arbeitet. Bis zu einem gewissen Grad ist das normal.
Ein deutliches Knarren kann entstehen, wenn die Temperatur oder die Luftfeuchtigkeit stark schwankt: Beispielsweise, wenn es tagsüber sehr kühl in der Wohnung ist und Sie abends den Kaminofen anzünden. In diesem Fall hilft es, für eine gleichmäßigere Temperatur zu sorgen. Ebenfalls hilfreich ist, die Luftfeuchtigkeit auszugleichen, etwa durch einen Luftbefeuchter, der sich bei trockener Luft automatisch einschaltet. Bei schwimmend verlegtem Parkett können auch die Dehnungsfugen am Rand zu schmal sein. In diesem Fall ist es nötig, den Boden am Rand nachträglich abzuschneiden.
Knarrt das Parkett nur, wenn Sie darüber gehen, liegt die Ursache woanders. Bei vollverklebtem Parkett sind möglicherweise einige Elemente lose. Sie bewegen sich, wenn Sie sie betreten. Zur Lösung des Problems gibt es Klebstoffe, die sich durch eine kleine Bohrung in den Hohlraum spritzen lassen. Anschließend wird das Loch in der Oberfläche mit Reparaturwachs geschlossen. Mehr zum Thema Parkett-Reparatur lesen Sie hier.
Ein deutliches Knarren kann entstehen, wenn die Temperatur oder die Luftfeuchtigkeit stark schwankt: Beispielsweise, wenn es tagsüber sehr kühl in der Wohnung ist und Sie abends den Kaminofen anzünden. In diesem Fall hilft es, für eine gleichmäßigere Temperatur zu sorgen. Ebenfalls hilfreich ist, die Luftfeuchtigkeit auszugleichen, etwa durch einen Luftbefeuchter, der sich bei trockener Luft automatisch einschaltet. Bei schwimmend verlegtem Parkett können auch die Dehnungsfugen am Rand zu schmal sein. In diesem Fall ist es nötig, den Boden am Rand nachträglich abzuschneiden.
Knarrt das Parkett nur, wenn Sie darüber gehen, liegt die Ursache woanders. Bei vollverklebtem Parkett sind möglicherweise einige Elemente lose. Sie bewegen sich, wenn Sie sie betreten. Zur Lösung des Problems gibt es Klebstoffe, die sich durch eine kleine Bohrung in den Hohlraum spritzen lassen. Anschließend wird das Loch in der Oberfläche mit Reparaturwachs geschlossen. Mehr zum Thema Parkett-Reparatur lesen Sie hier.
Das Parkett quietscht – warum?
Das Parkett quietscht beim Laufen? Das tritt manchmal bei versiegeltem Parkett auf, wenn der Reiniger nicht mit der Oberfläche harmoniert. Das Ergebnis: Gummisohlen machen Geräusche auf dem Boden. Welche Pflegeprodukte sich für Parkett eignen, verraten wir Ihnen hier.
Wie viel Parkett brauche ich?
Die Faustregel lautet: Quadratmeter des Raumes plus fünf Prozent Verschnitt. Bei verwinkelten Grundrissen mit vielen Nischen und Ecken können es aber auch zehn bis 15 Prozent sein.